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SN4.23

3. Das Kapitel über Māra

3. Tatiyavagga

Mit Godhika

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.

Zu dieser Zeit nun hielt sich der Ehrwürdige Godhika an den Hängen des Isigili beim Schwarzen Felsen auf. Und der Ehrwürdige Godhika erfuhr, als er beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, eine zeitweilige Befreiung des Herzens. Doch dann fiel er von dieser zeitweiligen Befreiung des Herzens zurück. Zum zweiten Mal … zum dritten … zum vierten … zum fünften … und zum sechsten Mal erfuhr Godhika, als er beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, eine zeitweilige Befreiung des Herzens. Doch dann fiel er zum sechsten Mal von dieser zeitweiligen Befreiung des Herzens zurück. Zum siebten Mal erfuhr Godhika, als er beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, eine zeitweilige Befreiung des Herzens.

Da dachte er: „Ich bin nicht weniger als sechsmal von dieser zeitweiligen Befreiung des Herzens zurückgefallen. Warum nehme ich mir nicht das Leben?“

Da ging Māra der Böse, der Godhikas Gedankengang erkannte, zum Buddha und redete ihn mit einer Strophe an:

„O großer Held, o großer Weiser strahlend mit Macht und Glanz! Über alle Bedrohungen und Gefahren bist du hinausgelangt. Ich beuge mich zu deinen Füßen, Klaräugiger!

Großer Held, Herr über den Tod, dein Schüler sehnt sich nach dem Tod und plant dafür. Halte ihn auf, o Lichtbringer!

Denn, Gesegneter, berühmt unter den Menschen, wie kann dein Schüler, der deine Lehre liebt, einer in Schulung, der seinen Herzenswunsch noch nicht erfüllt hat, sich selbst das Leben nehmen?“

Nun hatte zu dieser Zeit der Ehrwürdige Godhika sich bereits das Leben genommen.

Und der Buddha, in dem Wissen, dass es Māra der Böse war, antwortete ihm mit einer Strophe:

„So handeln die Bedächtigen, sie sehnen sich nicht nach dem Leben. Nachdem er das Verlangen mit Stumpf und Stiel ausgerissen hat, ist Godhika verloschen.“

Dann sagte der Buddha zu den Mönchen und Nonnen: „Kommt, Mönche und Nonnen, lasst uns zum Schwarzen Felsen an den Hängen des Isigili gehen, wo Godhika, der ehrbare Mensch, sich das Leben genommen hat.“

„Ja, Herr“, antworteten sie.

Und der Buddha ging zusammen mit mehreren Mönchen und Nonnen zum Schwarzen Felsen an den Hängen des Isigili. Der Buddha sah Godhika von Weitem auf seiner Liege liegen, die Aggregate abgestreift.

Zu der Zeit nun zog eine schwarze Rauchwolke nach Osten, nach Westen, nach Norden, nach Süden, nach oben, nach unten und in die Zwischenräume.

Da sagte der Buddha zu den Mönchen und Nonnen:

„Mönche und Nonnen, seht ihr diese schwarze Rauchwolke, die nach Osten, nach Westen, nach Norden, nach Süden, nach oben, nach unten und in die Zwischenräume zieht?“

„Ja, Herr.“

„Das ist Māra der Böse, der nach Godhikas Bewusstsein sucht: ‚Wo ist Godhikas Bewusstsein verankert?‘ Aber da sein Bewusstsein nicht verankert ist, ist Godhika verloschen.“

Da nahm Māra seine Bogenharfe aus hellem Belbaumholz, ging zum Buddha und redete ihn mit einer Strophe an:

„Oben, unten, ringsumher, in den vier Himmelsrichtungen und dazwischen habe ich vergebens gesucht: Wohin ist dieser Godhika gegangen?“

„Bedächtig und standhaft war er, er liebte das Meditieren in der Vertiefung. Bei Tag und Nacht bemühte er sich ohne Rücksicht auf sein Leben.

Das Heer des Todes hat er geschlagen und wird zu keinem künftigen Leben zurückkommen. Nachdem er das Verlangen mit Stumpf und Stiel ausgerissen hat, ist Godhika verloschen.“

So von Kummer überwältigt, dass ihm die Harfe aus der Achsel glitt, war dieser Geist, und mit gesenktem Kopf verschwand er eben dort.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).