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SN45.159

12. Das Kapitel über harte Arbeit

12. Balakaraṇīyavagga

Ein Gästehaus

„Mönche und Nonnen, wie ein Gästehaus: Es kämen Übernachtungsgäste aus Osten, aus Westen, aus Norden und aus Süden. Adlige, Brahmanen, Landarbeiter und Hilfsarbeiter, sie alle würden da wohnen. Ebenso versteht ein Mönch, der den edlen achtfachen Pfad entwickelt und mehrt, durch unmittelbare Einsicht die Dinge vollständig, die durch unmittelbare Einsicht vollständig verstanden werden müssen. Er gibt durch unmittelbare Einsicht die Dinge auf, die durch unmittelbare Einsicht aufgegeben werden müssen. Er verwirklicht durch unmittelbare Einsicht die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht verwirklicht werden müssen. Er entwickelt durch unmittelbare Einsicht die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht entwickelt werden müssen.

Und was sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht vollständig verstanden werden müssen? Man sollte sagen: die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate. Welche fünf? Es sind das mit Ergreifen verbundene Aggregat der Form, das des Gefühls, das der Wahrnehmung, das der Willensbildungsprozesse und das des Bewusstseins. Das sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht vollständig verstanden werden müssen. Und was sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht aufgegeben werden müssen? Unwissenheit und Verlangen nach fortgesetztem Dasein. Das sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht aufgegeben werden müssen. Und was sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht verwirklicht werden müssen? Wissen und Freiheit. Das sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht verwirklicht werden müssen. Und was sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht entwickelt werden müssen? Sammlung und Klarsicht. Das sind die Dinge, die durch unmittelbare Einsicht entwickelt werden müssen.

Und wie entwickelt und mehrt ein Mönch den edlen achtfachen Pfad, sodass all diese Dinge unmittelbar verstanden, aufgegeben, verwirklicht und entwickelt werden? Da entwickelt ein Mönch rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechten Lebenserwerb, rechten Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung, die sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützen und zum Loslassen heranreifen. So entwickelt und mehrt ein Mönch den edlen achtfachen Pfad, sodass all diese Dinge unmittelbar verstanden, aufgegeben, verwirklicht und entwickelt werden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).