← SN

SN46.15

2. Das Kapitel über Kranke

2. Gilānavagga

Krank (2)

Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen. Zu dieser Zeit nun hielt sich der Ehrwürdige Mahāmoggallāna auf der Geierkuppe auf, und er war mitgenommen, leidend, schwer krank. Da kam der Buddha am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Ehrwürdigen Mahāmoggallāna. Er setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz und sagte zu Mahāmoggallāna:

„Ich hoffe, es geht dir leidlich, Moggallāna, ich hoffe, du kommst zurecht. Und ich hoffe, dass der Schmerz nachlässt und nicht zunimmt, dass ein Nachlassen ersichtlich ist, kein Zunehmen.“

„Herr, es geht mir nicht leidlich, ich komme nicht zurecht. Der Schmerz ist schrecklich und nimmt zu, er lässt nicht nach, ein Zunehmen ist ersichtlich, kein Nachlassen.“

„Moggallāna, diese sieben Faktoren des Erwachens habe ich richtig erklärt. Wenn sie entwickelt und gemehrt werden, führen sie zu unmittelbarer Einsicht, zum Erwachen und Erlöschen. Welche sieben? Die Faktoren des Erwachens Achtsamkeit, Erforschung der Gesetzmäßigkeiten, Energie, Ekstase, Stille, Versenkung und Gleichmut. Das sind die sieben Faktoren des Erwachens, die ich richtig erklärt habe. Wenn sie entwickelt und gemehrt werden, führen sie zu unmittelbarer Einsicht, zum Erwachen und Erlöschen.“

„Jawohl, Gesegneter, dies sind Faktoren des Erwachens! Jawohl, Heiliger, dies sind Faktoren des Erwachens!“

Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Mahāmoggallāna die Worte des Buddha. Und so genas der Ehrwürdige Mahāmoggallāna von dieser Krankheit.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).