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SN47.21

3. Das Kapitel über Tugend und Beständigkeit

3. Sīlaṭṭhitivagga

Tugend

So habe ich es gehört: Einmal hielten sich der Ehrwürdige Ānanda und der Ehrwürdige Bhadda bei Pāṭaliputta im Hühnerkloster auf. Da kam der Ehrwürdige Bhadda am späten Nachmittag aus seiner Klausur, ging zum Ehrwürdigen Ānanda und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu Ānanda:

„Geehrter Ānanda, der Buddha hat von tauglicher Tugend gesprochen. Was ist der Zweck von tauglicher Tugend?“

„Gut, gut, geehrter Bhadda! Deine Herangehensweise und deine Formulierung sind vortrefflich, und es ist eine gute Frage. Denn du hast gefragt: ‚Der Buddha hat von tauglicher Tugend gesprochen. Was ist der Zweck von tauglicher Tugend?‘“

„Ja, Geehrter.“

„Der Buddha hat von tauglicher Tugend gesprochen, soweit das für das Entwickeln der vier Arten der Achtsamkeitsmeditation nötig ist.

Welcher vier? Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet … indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet … indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Der Buddha hat von tauglicher Tugend gesprochen, soweit das für das Entwickeln dieser vier Arten der Achtsamkeitsmeditation nötig ist.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).