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SN47.3

1. Das Kapitel in Ambapālīs Mangowäldchen

1. Ambapālivagga

Ein Mönch

Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm: „Herr, dass der Buddha mir in kurzer Form eine Dhammaunterweisung gebe. Wenn ich sie gehört habe, werde ich allein leben, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen.“

„Genauso bitten mich manche unnützen Menschen um etwas. Doch wenn dann die Lehre dargelegt wurde, haben sie nur im Sinn, mir hinterherzulaufen.“

„Herr, dass der Buddha mir in kurzer Form eine Dhammaunterweisung gebe! Dass der Heilige mich den Dhamma in kurzer Form lehre! Hoffentlich kann ich die Bedeutung der Worte des Buddha verstehen! Hoffentlich kann ich ein Erbe der Lehre des Buddha sein!“

„Nun, Mönch, du sollst den Ausgangspunkt für taugliche Eigenschaften läutern. Was ist der Ausgangspunkt für taugliche Eigenschaften? Gut geläuterte Tugend und fehlerfreie Ansicht. Wenn deine Tugend gut geläutert und deine Ansicht fehlerfrei ist, sollst du die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation auf dreierlei Weise entwickeln, abhängig von Tugend und gegründet auf Tugend.

Welche vier?

Meditiere, indem du einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtest – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Oder meditiere, indem du einen Aspekt des Körpers äußerlich beobachtest – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Oder meditiere, indem du einen Aspekt des Körpers sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtest – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Oder meditiere, indem du einen Aspekt der Gefühle innerlich beobachtest … indem du einen Aspekt der Gefühle äußerlich beobachtest … indem du einen Aspekt der Gefühle sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtest – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Oder meditiere, indem du einen Aspekt des Geistes innerlich beobachtest … indem du einen Aspekt des Geistes äußerlich beobachtest … indem du einen Aspekt des Geistes sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtest – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Oder meditiere, indem du einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten innerlich beobachtest … indem du einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten äußerlich beobachtest … indem du einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtest – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Wenn du so diese vier Arten der Achtsamkeitsmeditation auf dreierlei Weise entwickelst, abhängig von Tugend und gegründet auf Tugend, kannst du bei tauglichen Eigenschaften nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang, bei Tag oder Nacht.“

Da begrüßte jener Mönch die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Er erhob sich von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging.

Da gelangte jener Mönch, als er allein lebte, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen, bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens. Er lebte an dem Ziel, das er durch eigene Einsicht erkannt hatte, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.

Er verstand: „Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.“ Und jener Mönch wurde einer der Vollendeten.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).