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SN47.7

1. Das Kapitel in Ambapālīs Mangowäldchen

1. Ambapālivagga

Ein Affe

„Mönche und Nonnen, im Himalaya, dem König der Berge, gibt es Gegenden, die schroff und unwegsam sind. In manche Gegenden können weder Affen noch Menschen gehen, in andere können Affen gehen, Menschen aber nicht. Und es gibt ebene, angenehme Gegenden, wo sowohl Affen als auch Menschen hingehen können. Dort bringen Jäger auf den Pfaden der Affen Teerfallen an, um die Affen zu fangen.

Die Affen, die nicht töricht und begierig sind, sehen den Teer und machen einen großen Bogen darum. Doch ein törichter und begieriger Affe geht zu dem Teer und greift mit einer Hand danach. Da bleibt er kleben. In dem Wunsch, seine Hand zu befreien, greift er mit der anderen Hand danach. Da bleibt er kleben. In dem Wunsch, seine beiden Hände zu befreien, greift er mit einem Fuß danach. Da bleibt er kleben. In dem Wunsch, beide Hände und den Fuß zu befreien, greift er mit dem anderen Fuß danach. Da bleibt er kleben. In dem Wunsch, beide Hände und Füße zu befreien, greift er mit seiner Schnauze danach. Da bleibt er kleben.

Und so liegt der Affe, an fünf Punkten gefangen, da und kreischt. Ihm widerfahren Ruin und Verhängnis, und der Jäger kann mit ihm machen, was er will. Der Jäger spießt ihn auf, macht ihn von dem geteerten Holzstück los und geht, wohin er will.

So geht es, wenn man sein Revier verlässt und in das Hoheitsgebiet anderer wandert.

Daher, Mönche und Nonnen, verlasst nicht euer Revier, wandert nicht in das Hoheitsgebiet anderer. Wenn ihr euer Revier verlasst und in das Hoheitsgebiet anderer wandert, wird Māra einen Angriffspunkt finden und euch zu fassen bekommen.

Und was ist nicht das Revier von Mönchen und Nonnen, sondern das Hoheitsgebiet anderer? Es sind die fünf Sinnesreize. Welche fünf? Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend. Töne, die das Ohr erkennt … Gerüche, die die Nase erkennt … Geschmäcke, die die Zunge erkennt … Berührungen, die der Körper erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend. Das ist nicht das Revier von Mönchen und Nonnen, sondern das Hoheitsgebiet anderer.

Ihr sollt euer eigenes Revier durchstreifen, das Hoheitsgebiet eurer Väter. Wenn ihr euer eigenes Revier durchstreift, das Hoheitsgebiet eurer Väter, wird Māra keinen Angriffspunkt finden und euch nicht zu fassen bekommen.

Und was ist das Revier von Mönchen und Nonnen, das Hoheitsgebiet der Väter? Es sind die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation. Welche vier? Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet … indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet … indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Das ist das Revier von Mönchen und Nonnen, das Hoheitsgebiet der Väter.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).