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SN5.3

1. Das Kapitel mit Nonnen

1. Bhikkhunīvagga

Mit Kisāgotamī

In Sāvatthī.

Da kleidete die Nonne Kisāgotamī sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Sāvatthī zum Almosengang. Sie zog um Almosen durch Sāvatthī. Nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkam, ging sie für die Meditation des Tages in den Finsteren Wald, tauchte tief hinein und setzte sich an den Fuß eines Baumes, um zu meditieren.

Und Māra der Böse wollte der Nonne Kisāgotamī Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich ihr die Haare sträubten, er wollte sie aus der Versenkung reißen; da ging zu ihr und redete sie mit einer Strophe an:

„Warum sitzt du da allein und weinst, als seien deine Kinder gestorben? Du bist allein in den Wald gekommen – schaust du dich nach einem Mann um?“

Da dachte die Nonne Kisāgotamī: „Wer spricht diese Strophe, ein Mensch oder ein nicht-menschliches Wesen?“

Dann dachte sie: „Das ist Māra der Böse, er will mir Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich mir die Haare sträuben, er will mich aus der Versenkung reißen!“

Und Kisāgotamī, in dem Wissen, dass es Māra der Böse war, antwortete ihm mit einer Strophe:

„Über den Tod von Kindern bin ich hinaus, mit Männern habe ich abgeschlossen. Ich bin nicht bekümmert und weine nicht und fürchte mich nicht vor dir, Geehrter!

Genießen ist in jeder Hinsicht zerstört, und die Masse der Dunkelheit ist zerschmettert. Das Heer des Todes habe ich geschlagen und lebe ohne Befleckungen.“

Da dachte Māra der Böse: „Die Nonne Kisāgotamī kennt mich!“ Elend und traurig verschwand er eben dort.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).