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SN5.4

1. Das Kapitel mit Nonnen

1. Bhikkhunīvagga

Mit Vijayā

In Sāvatthī.

Da kleidete die Nonne Vijayā sich am Morgen an … und setzte sich an den Fuß eines Baumes, um zu meditieren.

Und Māra der Böse wollte der Nonne Vijayā Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich ihr die Haare sträubten, er wollte sie aus der Versenkung reißen; da ging zu ihr und redete sie mit einer Strophe an:

„Du bist so jung und schön, und ich bin ein junger Mann in der Blüte des Lebens. Komm, meine Dame, lass uns die Musik des fünfköpfigen Orchesters genießen.“

Da dachte die Nonne Vijayā: „Wer spricht diese Strophe, ein Mensch oder ein nicht-menschliches Wesen?“

Dann dachte sie: „Das ist Māra der Böse, er will mir Furcht und Entsetzen einjagen, dass sich mir die Haare sträuben, er will mich aus der Versenkung reißen!“

Und Vijayā, in dem Wissen, dass es Māra der Böse war, antwortete ihm mit einer Strophe:

„Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke und Berührungen, dem Geist gefällig – ich gebe sie dir gleich zurück, Māra, denn ich habe keine Verwendung dafür.

Dieser Körper ist faul, hinfällig und gebrechlich. Ich bin von ihm entsetzt und abgestoßen und habe das sinnliche Verlangen ausgerottet.

Es gibt Wesen im Reich der leuchtenden Form, und andere stecken im Formlosen fest. Im Hinblick auf all diese friedvollen Zustände habe ich die Dunkelheit zerstört.“

Da dachte Māra der Böse: „Die Nonne Vijayā kennt mich!“ Elend und traurig verschwand er eben dort.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).