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SN5.8

1. Das Kapitel mit Nonnen

1. Bhikkhunīvagga

Mit Sīsupacālā

In Sāvatthī.

Da kleidete die Nonne Sīsupacālā sich am Morgen an … und setzte sich an den Fuß eines Baumes, um zu meditieren.

Da ging Māra der Böse zu Sīsupacālā und sagte zu ihr: „Nonne, wessen Bekenntnis stimmst du zu?“

„Ich stimme niemandes Bekenntnis zu, Geehrter.“

„In wessen Namen hast du deinen Kopf geschoren? Du siehst aus wie eine Asketin, doch du stimmst keinem Bekenntnis zu. Warum lebst du, als wärst du verloren?“

„Anhänger anderer Bekenntnisse sind in ihren Ansichten zuversichtlich. Aber ich stimme ihrer Lehre nicht zu, denn sie sind keine Kenner des Dhamma.

Aber einer wurde im Sakyer-Stamm geboren, der unerreichte Buddha, der All-Bezwinger, der Māra vertreibt, allseits ungeschlagen,

allseits befreit und ungebunden, der Klaräugige, der alles sieht. Er hat das Ende aller Taten erreicht und ist durch das Auflösen der Bindungen befreit. Dieser Gesegnete ist mein Lehrer, und seiner Anleitung stimme ich zu.“

Da dachte Māra der Böse: „Die Nonne Sīsupacālā kennt mich!“ Elend und traurig verschwand er eben dort.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).