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SN51.14

2. Das Kapitel über das Erzitternlassen des Pfahlbau-Langhauses

2. Pāsādakampanavagga

Mit Moggallāna

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras. Zu dieser Zeit hielten sich mehrere Mönche und Nonnen unterhalb des Langhauses auf. Sie waren rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig, mit loser Zunge, unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist und unbeherrschten Sinnen.

Da wandte sich der Buddha an den Ehrwürdigen Mahāmoggallāna: „Diese deine geistlichen Gefährten, die sich unterhalb des Langhauses aufhalten, sind rastlos, unverschämt, launisch und großmäulig, mit loser Zunge, unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist und unbeherrschten Sinnen. Geh, Moggallāna, und errege ein Gefühl der Dringlichkeit in diesen Mönchen und Nonnen!“

„Ja, Herr“, antwortete Mahāmoggallāna. Dann nutzte er seine übersinnliche Kraft und ließ das Langhaus mit seinem großen Zeh zittern und schwanken und beben. Da stellten sich diese Mönche und Nonnen zur Seite hin, erschüttert und mit gesträubten Haaren.

„Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich! Es geht gar kein Wind, und dieses Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras ist tief eingebettet und fest verankert, unerschütterlich und unverrückbar. Und doch zittert und schwankt und bebt es!“

Da ging der Buddha zu diesen Mönchen und Nonnen und sagte:

„Mönche und Nonnen, warum stellt ihr euch zur Seite hin, erschüttert und mit gesträubten Haaren?“

„Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich! Es geht gar kein Wind, und dieses Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras ist tief eingebettet und fest verankert, unerschütterlich und unverrückbar. Und doch zittert und schwankt und bebt es!“

„Weil er in euch ein Gefühl der Dringlichkeit erregen wollte, ließ der Mönch Moggallāna das Langhaus mit seinem großen Zeh zittern und schwanken und beben.

Was denkt ihr, Mönche und Nonnen? Welche Dinge hat der Mönch Moggallāna entwickelt und gemehrt, dass er solche Macht und Stärke besitzt?“

„Unsere Lehren wurzeln im Buddha. Er leitet uns und ist unsere Zuflucht. Herr, es wäre gut, wenn der Buddha selbst erklären würde, was das bedeutet. Die Mönche und Nonnen werden zuhören und es behalten.“

„Also dann, Mönche und Nonnen, hört zu. Der Mönch Moggallāna wurde so mächtig und gewaltig, weil er die vier Grundlagen übersinnlicher Kraft entwickelt und mehrt. Welche vier? Moggallāna entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Enthusiasmus … durch Energie … durch Entwicklung des Geistes … durch Untersuchung und mit aktivem Bemühen einhergeht. Er denkt: ‚Meine Untersuchung wird weder zu lasch noch zu angespannt sein. Und sie wird weder innerlich eingeengt noch äußerlich zerstreut sein.‘ Und er meditiert, indem er das Davor und Dahinter wahrnimmt: wie davor, so dahinter; wie dahinter, so davor; wie unten, so oben; wie oben, so unten; wie bei Tag, so bei Nacht; wie bei Nacht, so bei Tag. Und so entwickelt er mit offenem und unverhülltem Herzen einen Geist voller Glanz. Der Mönch Moggallāna wurde so mächtig und gewaltig, weil er diese vier Grundlagen übersinnlicher Kraft entwickelt und mehrt.

Und da er diese vier Grundlagen übersinnlicher Kraft auf diese Art entwickelt und mehrt, kann der Mönch Moggallāna die vielen Arten übersinnlicher Kraft ausüben: sich vervielfältigen und wieder eins werden … den Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt. …

Und da er diese vier Grundlagen übersinnlicher Kraft auf diese Art entwickelt und mehrt, erlangt der Mönch Moggallāna mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).