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SN55.12

2. Das Kapitel im Königskloster

2. Rājakārāmavagga

Die Brahmanen

In Sāvatthī. „Mönche und Nonnen, die Brahmanen verfechten eine Übung, die ‚Steh auf und geh‘ genannt wird. Sie ermuntern einen Anhänger: ‚He, Mann, bitte steh früh auf, wende dich nach Osten und gehe. Weiche keiner Grube, keiner Klippe, keinem Baumstrunk, keinem dornigen Gelände, keinem Sumpf und keiner Jauchegrube aus. Warte deinen Tod an der Stelle ab, an der du hinfällst. Und wenn dein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wirst du an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.‘

Aber diese Übung der Brahmanen ist ein törichtes Vorgehen, ein dummes Vorgehen. Sie führt nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen. Aber in der Schulung des Edlen verfechte ich eine ‚Steh-auf-und-geh‘-Übung, die einzig zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen führt.

Und was ist diese ‚Steh-auf-und-geh‘-Übung? Da hat ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Und seine Tugend wird von den Edlen geliebt … und führt in die Versenkung. Das ist diese ‚Steh-auf-und-geh‘-Übung, die einzig zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen führt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).