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SN55.13

2. Das Kapitel im Königskloster

2. Rājakārāmavagga

Mit dem altehrwürdigen Mönch Ānanda

Einmal hielten sich der Ehrwürdige Ānanda und der Ehrwürdige Sāriputta bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da kam der Ehrwürdige Sāriputta am späten Nachmittag aus seiner Klausur, ging zum Ehrwürdigen Ānanda und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu Ānanda:

„Geehrter Ānanda, wie viele Dinge muss man aufgeben und wie viele muss man besitzen, damit der Buddha erklärt, man sei in den Strom eingetreten, müsse nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und sei für das Erwachen bestimmt?“

„Geehrter, man muss vier Dinge aufgeben und vier Dinge besitzen, damit der Buddha erklärt, man sei in den Strom eingetreten, müsse nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und sei für das Erwachen bestimmt.

Welche vier? Man hat nicht das Misstrauen gegenüber dem Buddha, das dazu führt, dass ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren wird, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Und man hat die auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha, die dazu führt, dass man, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren wird, in einer himmlischen Welt: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Man hat nicht das Misstrauen gegenüber der Lehre, das dazu führt, dass ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren wird, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Und man hat die auf Erfahrung gegründete Zuversicht zur Lehre, die dazu führt, dass man, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren wird, in einer himmlischen Welt: ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – in diesem Leben sichtbar, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Man hat nicht das Misstrauen gegenüber dem Saṅgha, das dazu führt, dass ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren wird, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Und man hat die auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Saṅgha, die dazu führt, dass man, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren wird, in einer himmlischen Welt: ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem richtigen Weg. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Individuen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha; er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig, das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Man hat nicht die Tugendlosigkeit, die dazu führt, dass ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren wird, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Und man besitzt die Tugend, die von den Edlen geliebt wird, die dazu führt, dass man, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren wird, in einer himmlischen Welt: Diese Tugend ist ungebrochen, makellos, ohne Flecken und unbeschädigt. Sie ist befreiend und wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig verstanden und führt in die Versenkung. Diese vier Dinge muss man aufgeben und diese vier Dinge besitzen, damit der Buddha erklärt, man sei in den Strom eingetreten, müsse nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und sei für das Erwachen bestimmt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).