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SN55.24

3. Das Kapitel mit Sarakāni

3. Saraṇānivagga

Über den Sakyer Sarakāni (1)

In Kapilavatthu.

Nun war da gerade der Sakyer Sarakāni gestorben. Der Buddha erklärte, er sei in den Strom eingetreten, müsse nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und sei für das Erwachen bestimmt.

Mehrere Sakyer kamen zusammen, beklagten sich, murrten und widersprachen: „Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich! Wer kann heutzutage nicht alles in den Strom eintreten? Denn der Buddha hat selbst nach dem Tod Sarakānis erklärt, dieser sei in den Strom eingetreten. Sarakāni war zu schwach für die Schulung; er trank regelmäßig Branntwein.“

Da ging der Sakyer Mahānāma zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete von diesen Vorgängen. Der Buddha sagte:

„Mahānāma, wenn ein Laienschüler seit Langem Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen hat, wie könnte er in die Unterwelt gehen? Und wenn man von irgendjemandem zu Recht sagen kann, er habe seit Langem Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen, so ist es der Sakyer Sarakāni. Der Sakyer Sarakāni hat seit Langem Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha genommen. Wie könnte er in die Unterwelt gehen?

Da hat eine Person auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Sie besitzt lachende Weisheit und flinke Weisheit sowie Freiheit. Sie erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin. Diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann hat da eine Person auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Sie besitzt lachende Weisheit und flinke Weisheit, aber keine Freiheit. Mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln wird sie durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren. Sie erlischt dort und muss von jener Welt nicht zurückkehren. Auch diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann hat da eine Person auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Mit dem Auflösen von drei Fesseln und dem Abschwächen von Gier, Hass und Täuschung ist sie ein Einmalwiederkehrer. Nur einmal kehrt sie in diese Welt zurück, um dann dem Leiden ein Ende zu machen. Auch diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann hat da eine Person auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Mit dem Auflösen von drei Fesseln ist sie in den Strom eingetreten, muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und ist für das Erwachen bestimmt. Auch diese Person ist befreit von der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich. Sie ist befreit von verlorenen Orten, von schlechten Orten, von der Unterwelt.

Dann hat da eine Person keine auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Doch sie hat diese Eigenschaften: die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit. Und sie nimmt die Lehren an, die vom Klargewordenen verkündet wurden, nachdem sie mit einem Maß an Weisheit überlegt hat. Auch diese Person geht nicht zur Hölle, zum Tierreich oder zum Gespensterreich. Sie geht nicht zu verlorenen Orten, zu schlechten Orten, in die Unterwelt.

Dann hat da eine Person keine auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha … zur Lehre … und zum Saṅgha … Sie besitzt weder lachende Weisheit noch flinke Weisheit noch Freiheit. Doch sie hat diese Eigenschaften: die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit. Und sie hat ein Maß an Vertrauen und Liebe zum Klargewordenen. Auch diese Person geht nicht zur Hölle, zum Tierreich oder zum Gespensterreich. Sie geht nicht zu verlorenen Orten, zu schlechten Orten, in die Unterwelt.

Wenn diese großen Salbäume verstehen würden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist, würde ich erklären, sie seien in den Strom eingetreten. Warum kann das nicht auf Sarakāni zutreffen? Mahānāma, der Sakyer Sarakāni nahm die Schulung zur Zeit seines Todes auf.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).