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SN6.9

1. Das Kapitel über die Aufforderung

1. Paṭhamavagga

Mit dem Brahmā Tudu

In Sāvatthī.

Zu dieser Zeit nun war der Mönch Kokālika mitgenommen, leidend, schwer krank.

Da kam spät in der Nacht der strahlende unabhängige Brahmā Tudu, der mit seiner Schönheit Jetas Wäldchen weithin erhellte, zu dem Mönch Kokālika, stand in der Luft und sagte zu ihm: „Kokālika, habe Zuversicht zu Sāriputta und Moggallāna, sie sind gute Mönche.“

„Wer bist du, Geehrter?“

„Ich bin Tudu der unabhängige Brahmā.“

„Hat der Buddha nicht erklärt, du seist ein Nichtwiederkehrer? Was genau hast du dann hier zu suchen? Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast!“

„Ein Mensch wird geboren mit einer Axt im Mund. Ein Tor verletzt sich damit selbst, wenn er schlechte Worte spricht.

Wenn du lobst, die Tadel verdienen, oder tadelst, die Lob verdienen, wählst du mit dem Mund einen Verlierergriff: So wirst du nie glücklich sein.

Ein Verlierergriff beim Würfeln ist belanglos, wenn du nur dein Geld verlierst und allen Besitz, sogar dich selbst. Der wirklich schlimme Verlierergriff liegt darin, die Heiligen zu hassen.

Für hunderttausend mal hundert Millionen mal fünfhundert Jahre und weitere sechsunddreißig mal tausend mal zehn Millionen Jahre kommt in die Hölle, wer die Edlen verleumdet, wer böse Worte und Gedanken auf sie gerichtet hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).