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SN7.11

2. Das Kapitel über Laienschüler

2. Upāsakavagga

Mit Bhāradvāja dem Bauern

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha im Land der Magadher in den Südlichen Hügeln beim Brahmanendorf Ekanāḷa auf.

Nun hatte zu dieser Zeit der Brahmane Bhāradvāja der Bauer etwa fünfhundert Pflüge gerüstet, da es die Zeit der Aussaat war. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und ging dahin, wo Bhāradvāja der Bauer arbeitete.

Zu dieser Zeit teilte Bhāradvāja der Bauer Essen aus. Da ging der Buddha dorthin, wo das Essen ausgeteilt wurde, und stellte sich zur Seite hin.

Bhāradvāja der Bauer sah ihn für Almosen dastehen und sagte zu ihm: „Ich pflüge und säe, Asket, und dann esse ich. Auch du solltest pflügen und säen, und dann kannst du essen.“

„Auch ich pflüge und säe, Brahmane, und dann esse ich.“

„Ich sehe den werten Gotama nicht mit einem Joch oder einem Pflug oder einer Pflugschar oder einer Peitsche oder Ochsen, und doch sagt er: ‚Auch ich pflüge und säe, Brahmane, und dann esse ich.‘“

Und Bhāradvāja der Bauer redete den Buddha mit einer Strophe an:

„Du behauptest, ein Bauer zu sein, aber ich sehe deinen Ackerbau nicht. Sag mir, wie du ein Bauer bist, wenn du gefragt wirst: Wie kann ich deinen Ackerbau erkennen?“

„Vertrauen ist meine Saat, Inbrunst mein Regen, Weisheit ist mein Joch und mein Pflug. Gewissen ist mein Pflugbaum, der Geist mein Riemen, Achtsamkeit meine Pflugschar und meine Peitsche.

Der Körper bewacht, die Sprache bewacht, so beschränke ich die Aufnahme von Nahrung. Die Wahrheit benutze ich als meine Sense, und Sanftmut ist mein Ausspannen.

Energie ist mein Lasttier, das mich zum Refugium vor dem Joch trägt. Es geht, ohne sich umzuwenden, dorthin, wo kein Kummer ist.

So betreibe ich den Ackerbau, dessen Frucht das ist, das frei vom Tod ist. Wenn du diesen Ackerbau beendet hast, bist du von allem Leiden erlöst.“

„Der werte Gotama esse! Der werte Herr ist ein Bauer. Denn der werte Gotama betreibt den Ackerbau, dessen Frucht das ist, das frei vom Tod ist.“

„Speise, die mit einem Vers besungen ist, ist für mich nicht zu genießen. Das ist nicht der Grundsatz derer, die sehen, Brahmane. Die Buddhas weisen Dinge zurück, die mit Versen besungen sind. Da das ein Naturgesetz ist, Brahmane, leben sie so.

Mit anderer Speise und anderem Trank bewirte den Vollkommenen, den großen Seher, dessen Befleckungen aufgelöst sind, dessen Reue gestillt. Denn er ist das Feld für den, der Verdienst sucht.“

Daraufhin sagte der Brahmane Bhāradvāja der Bauer zum Buddha: „Vortrefflich, werter Gotama! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).