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AN 2.130-140

12. Das Kapitel über Streben

12. Āyācanavagga

130

„Mönche und Nonnen, ein Mönch mit Vertrauen würde zu Recht anstreben: ‚Wäre ich doch wie Sāriputta und Moggallāna!‘ Diese sind das Maß und die Richtlinie für meine Mönchsschüler: nämlich Sāriputta und Moggallāna.“

131

„Eine Nonne mit Vertrauen würde zu Recht anstreben: ‚Wäre ich doch wie die Nonnen Khemā und Uppalavaṇṇā!‘ Diese sind das Maß und die Richtlinie für meine Nonnenschülerinnen: nämlich die Nonnen Khemā und Uppalavaṇṇā.“

132

„Ein Laienmann mit Vertrauen würde zu Recht anstreben: ‚Wäre ich doch wie Citta der Hausbesitzer und Hatthaka von Āḷavī!‘ Diese sind das Maß und die Richtlinie für meine Laienschüler: nämlich Citta der Hausbesitzer und Hatthaka von Āḷavī.“

133

„Eine Laienfrau mit Vertrauen würde zu Recht anstreben: ‚Wäre ich doch wie die Laienfrauen Khujjuttarā und Veḷukaṇṭakī, Nandas Mutter!‘ Diese sind das Maß und die Richtlinie für meine Laienschülerinnen: nämlich die Laienfrauen Khujjuttarā und Veḷukaṇṭakī, Nandas Mutter.“

134

„Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch zwei Eigenschaften besitzt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis. Welche zwei? Ohne zu prüfen und zu hinterfragen, lobt er die, die Tadel verdienen, und tadelt die, die Lob verdienen. Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch diese zwei Eigenschaften besitzt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis.

Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch zwei Eigenschaften besitzt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst. Welche zwei? Erst prüft und hinterfragt er, dann tadelt er die, die Tadel verdienen, und lobt die, die Lob verdienen. Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch diese zwei Eigenschaften besitzt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst.“

135

„Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch zwei Eigenschaften besitzt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis. Welche zwei? Ohne zu prüfen und zu hinterfragen, fasst er Vertrauen zu Dingen, die zweifelhaft sind, und fasst kein Vertrauen zu vertrauenswürdigen Dingen. Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch diese zwei Eigenschaften besitzt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis.

Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch zwei Eigenschaften besitzt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst. Welche zwei? Erst prüft und hinterfragt er, dann fasst er kein Vertrauen zu Dingen, die zweifelhaft sind, sondern fasst Vertrauen zu vertrauenswürdigen Dingen. Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch diese zwei Eigenschaften besitzt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst.“

136

„Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch zwei Personen schlecht behandelt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis. Welche zwei? Mutter und Vater. Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch diese zwei Personen schlecht behandelt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis.

Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch zwei Personen gut behandelt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst. Welche zwei? Mutter und Vater. Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch diese zwei Personen gut behandelt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst.“

137

„Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch zwei Personen schlecht behandelt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis. Welche zwei? Den Klargewordenen und einen Schüler des Klargewordenen. Wenn ein törichter und unfähiger unwahrer Mensch diese Personen schlecht behandelt, zerbricht und zerstört er sich fortwährend selbst. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht getadelt und gescholten und fließt über von viel Verderbnis.

Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch zwei Personen gut behandelt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst. Welche zwei? Den Klargewordenen und einen Schüler des Klargewordenen. Wenn ein kluger und fähiger wahrer Mensch diese zwei Personen gut behandelt, erhält er sich selbst heil und unversehrt. Er wird von vernünftigen Menschen zu Recht nicht getadelt oder gescholten und fließt über von viel Verdienst.“

138

„Es gibt diese zwei Dinge. Welche zwei? Den eigenen Geist läutern und nichts in der Welt ergreifen. Das sind die zwei Dinge.“

139

„Es gibt diese zwei Dinge. Welche zwei? Zorn und Verbitterung. Das sind die zwei Dinge.“

140

„Es gibt diese zwei Dinge. Welche zwei? Zorn beseitigen und Verbitterung beseitigen. Das sind die zwei Dinge.“

Übersetzung: Deutsch (Ayyā Sabbamittā), English (Bhikkhu Sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).

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