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CP11

Das Kapitel über einen Elefanten

Hatthināgavagga

Die Vollkommenheit der Tugend (1)

Das Verhalten von einem, der seine Mutter versorgte

„Einst lebte ich im Wald als Elefant, der seine Mutter versorgte. Zu der Zeit konnte niemand auf der Welt meiner Tugend gleichkommen.

Als mich ein Förster im Wald sah, machte er dem König Meldung über mich: ‚Großer König, im Wald lebt ein Elefant, wie er dir ansteht.

Man braucht um ihn keinen Graben auszuheben, noch muss man ihn in einer Grube an einen Pfosten binden. Wenn man ihn beim Rüssel nimmt, wird er von selbst herkommen.‘

Als er diese Worte hörte, schickte der König, freudig bewegt, einen Elefantenbändiger, einen wohl geschulten und erfahrenen Lehrmeister.

Als der Elefantenbändiger dort ankam, sah er mich in einem Lotusteich, wo ich Lotuswurzeln ausriss, um meine Mutter zu füttern.

Da er meine gute Tugend erkannte, untersuchte er mich auf Kennzeichen hin. Er sagte: ‚Komm, Kind‘ und nahm mich beim Rüssel.

Was zu der Zeit die natürliche Kraft meines Körpers war, käme tausend der heutigen Elefanten gleich.

Wenn ich über jene, die kamen, um mich zu fangen, erzürnt gewesen wäre, hätte ich die Macht gehabt, selbst ein Königreich von Männern zu besiegen.

Dennoch ließ ich um des Bewahrens meiner Tugend willen, und um meine Vollkommenheit der Tugend zu erfüllen, nicht zu, dass mein Geist umschlug, selbst als sie mich in den Käfig sperrten.

Und selbst wenn sie mich mit Beilen und Spießen schlügen, würde ich nie erzürnt werden aus Furcht davor, meine Tugend zu verletzen.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).