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Cp 4

Mahāsudassanas Verhalten

Mahāsudassanacariya

aus: Das Kapitel mit Akitti

Die Vollkommenheit des Gebens (4)

Mahāsudassanas Verhalten

„Als ich in der Stadt Kusāvatī
Herr über die Erde war,
war mein Name Sudassana der Große,
ein Rad-drehender Herrscher von großer Macht.

Da ließ ich dreimal am Tag
hier und da verkünden:
‚Wer braucht was? Wer will was?
Wem sollen Reichtümer gegeben werden?

Wer braucht einen Schirm? Wer ist durstig?
Wer will Kränze? Wer Make-up?
Wer ist nackt
und will bunte Kleider anlegen?

Wer will einen Sonnenschirm für die Landstraße nehmen,
wer braucht Sandalen, weich und hübsch?‘
So ließ ich überall
am Morgen und am Abend verkünden.

Nicht nur an zehn Orten
oder gar hundert,
nein, an vielen hundert Orten
wurden Reichtümer für Bittsteller bereitgestellt.

Wenn ein Bittsteller
bei Tag oder Nacht kommt,
geht er mit vollen Händen,
nachdem er alles bekommen hat, was er will.

So gab ich mein ganzes Leben
große Spenden.
Ich gab nicht, weil mir Reichtümer unlieb waren,
auch nicht, weil ich Reserven zurückgelegt hatte.

Wie wenn jemand krank wäre:
Um von Krankheit frei zu werden,
hätte er den Arzt mit Geld entlohnt
und würde von Krankheit frei.

So gab ich wissentlich
Spenden an Bittsteller,
alles, was fehlte,
füllte ich restlos auf,
ohne festzuhalten, ohne Lohn,
um das Erwachen zu erlangen.“

Übersetzung: Deutsch (Ayyā Sabbamittā), English (Bhikkhu Sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).

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