← KN

Iti 89

Über Devadatta

Devadattasutta

aus: Das Dreierbuch

4. Das vierte Kapitel

Über Devadatta

Das wurde vom Buddha, dem Vollendeten, gesagt; das habe ich gehört:

„Mönche und Nonnen, da Devadatta von drei Dingen, die der wahren Lehre entgegengesetzt sind, bezwungen und überwältigt ist, wird er zu einem verlorenen Ort gehen, in die Hölle, und dort unrettbar für ein Äon bleiben. Von welchen drei? Von unlauteren Wünschen … Von schlechten Freunden … Obwohl es noch mehr zu tun gibt, hört er auf halbem Weg auf, nachdem er ein bedeutungsloses Ergebnis erlangt hat. Da Devadatta von diesen drei Dingen, die der wahren Lehre entgegengesetzt sind, bezwungen und überwältigt ist, wird er zu einem verlorenen Ort gehen, in die Hölle, und dort unrettbar für ein Äon bleiben.“

Der Buddha sprach diese Sache. Dazu wird gesagt:

„Niemand mit üblen Wünschen
soll in dieser Welt wiedergeboren werden.
Und dazu sollt ihr auch wissen,
zu welchem Ort die gehen, die unlautere Wünsche haben:

Einst galt er als klug,
wurde als entwickelt erachtet,
sein Ruhm strahlte wie eine Flamme –
der weithin berühmte Devadatta.

Von Nachlässigkeit verführt
griff er den Klargewordenen an.
Er stürzte in die Avīci-Hölle,
die viertürige, schreckliche.

Wenn jemand den Unschuldigen betrügt,
der nichts Schlechtes getan hat,
treffen seine schlechten Taten
den mit gehässigem Herzen, den Rücksichtslosen.

Man könnte denken, man würde
das Meer mit einem Krug Gift vergiften,
doch das hätte keine Wirkung,
denn das Meer ist entsetzlich groß.

Ebenso bleiben Worte wirkungslos,
wenn jemand mit Worten
den Klargewordenen angreift,
der sich richtig benimmt, mit friedvollem Geist.

Der Kluge würde sich mit einem Solchen anfreunden
und ihm auf Schritt und Tritt folgen.
Ein Mönch, der den Pfad wandert,
erreicht die Auflösung des Leidens.“

Auch das ist eine Sache, die vom Gesegneten gesprochen wurde: Das habe ich gehört.

Übersetzung: Deutsch (Ayyā Sabbamittā), English (Bhikkhu Sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).

Diese Texte sind frei zugänglich — wer mag, kann die Arbeit mit einer Gabe unterstützen.