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ITI91

Das Dreierbuch

Tikanipāta

5. Das fünfte Kapitel

Lebensstil

Das wurde vom Buddha, dem Vollendeten, gesagt; das habe ich gehört:

„Das Almosenbetteln, Mönche und Nonnen, ist der letzte Lebensstil. Die Welt verflucht euch: ‚Du Bettler, du gehst herum mit der Schale in der Hand!‘ Doch ernsthafte ehrbare Menschen greifen dazu aus gutem Grund: Nicht, um einem Stellungsbefehl des Königs oder einer Vorladung für einen Räuber zu entgehen, oder weil sie Schulden hätten oder aus Furcht oder um sich so den Lebenserwerb zu sichern, sondern weil sie denken: ‚Ich bin in Wiedergeburt, Alter und Tod versunken, in Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Ich bin im Leiden versunken, ins Leiden verstrickt. Hoffentlich kann ich ein Ende dieser ganzen Masse des Leidens finden.‘ So ist dieser ehrbare Mensch fortgezogen. Dennoch begehrt er Sinnenfreuden; er ist voller heftiger Wollust, bösen Willens und gehässiger Absicht. Er ist unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist und unbeherrschten Sinnen. Wie eine Fackel zum Anzünden eines Scheiterhaufens für eine Bestattung, die an beiden Enden brennt und in der Mitte mit Kot bestrichen ist: Weder im Dorf noch in der Wildnis könnte sie als Bauholz verwendet werden. Ich sage, diese Person ist gerade wie diese Fackel: Sie hat die Freuden des Laienlebens versäumt und das Ziel des Asketenlebens nicht erfüllt.“

Der Buddha sprach diese Sache. Dazu wird gesagt:

„Die Freuden des Laienlebens haben sie hinter sich gelassen und das Ziel des Asketenlebens versäumt. Sie verderben es und werfen es weg und gehen zugrunde wie eine Scheiterhaufenfackel.

Viele, die einen Fetzen ockerfarbenen Stoffs tragen, sind ungezügelt und böse. Da sie böse sind, werden sie wegen ihrer schlechten Taten in der Hölle wiedergeboren.

Besser wäre es für den Tugendlosen und Ungezügelten, eine Eisenkugel zu schlucken, glühend, wie eine brennende Flamme, als das Almosen des Landes zu essen.“

Auch das ist eine Sache, die vom Gesegneten gesprochen wurde: Das habe ich gehört.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).