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Kp 7

Außerhalb der Mauern

Tirokuṭṭasutta

Außerhalb der Mauern stehen sie und warten,
an den Abzweigungen und Straßenkreuzungen.
Sie kehren zu ihrem früheren Heim zurück
und warten bei den Türpfosten.

Aber wenn reichlich Speise und Trank
verschiedener Art aufgetragen werden,
erinnert sich niemand an sie,
da man zu beschäftigt ist.

Daher geben die, die Mitgefühl haben,
ihren Verwandten
Speise und Trank zur rechten Zeit,
Dinge, die rein sind, vorzüglich und zuträglich.

„Das soll für unsere Verwandten sein!
Dass unsere Verwandten doch glücklich wären!“
Diese Gespenster, die sich hier versammelt haben,
die verstorbenen Verwandten, die nach Hause gekommen sind,

sie drücken für reichlich empfangene Speisen und Getränke
dankbar ihre Wertschätzung aus:
„Dass unsere Verwandten doch lange leben!
Für die, denen wir diesen Gewinn verdanken,

die uns diese Ehre erwiesen haben,
für diesen Spender wird es nicht fruchtlos sein.“
Es gibt keinen Ackerbau hier,
man findet keine Kuhweiden;

ebenso gibt es keinen Handel,
und auch Goldmünzen werden nicht umgesetzt.
Die Verstorbenen, die Toten dieses Ortes,
leben von dem, was hier gegeben wird.

So wie das Wasser, das als Regen oben fällt,
zu den Ebenen herabfließt,
ebenso hilft, was hier gegeben wird,
den verstorbenen Gespenstern.

So wie die Flüsse, wenn sie voll sind,
die Meere anschwellen lassen,
ebenso hilft, was hier gegeben wird,
den verstorbenen Gespenstern.

Im Gedanken: „Das gaben sie mir, das taten sie für mich,
sie waren meine Familie, mein Freund, mein Gefährte“
gib den verstorbenen Sippenangehörigen Spenden,
erinnere dich an ihre vergangenen Taten.

Denn weder Tränen noch Kummer
noch sonstige Klagen
sind segensreich für die Verstorbenen,
solange ihre Verwandten so bleiben.

Diese Spende, die gegeben wurde,
die dem Saṅgha recht überreicht wurde,
ist zu ihrem langanhaltenden Nutzen
und hilft sofort.

Die Pflicht der Verwandten wurde jetzt aufgezeigt:
wie den Verstorbenen hohe Ehre erwiesen wird,
wie die Mönche und Nonnen bei Kräften gehalten werden
und wie von euch nicht wenig Verdienst angehäuft wird.

Übersetzung: Deutsch (Ayyā Sabbamittā), English (Bhikkhu Sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).

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