AN 3.156-162
Untitled Discourses on Three Practices
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from: The Chapter on Practices
Lehrreden ohne Titel über drei Übungswege
„Mönche und Nonnen, es gibt drei Übungswege. Welche drei? Den süchtigen Übungsweg, den schmorenden Übungsweg und den mittleren Übungsweg.
Und was ist der süchtige Übungsweg? Da hat jemand diese Doktrin, diese Ansicht: ‚An Sinnenfreuden ist nichts falsch‘, und gibt sich Sinnenfreuden hin. Das nennt man den süchtigen Übungsweg.
Und was ist der schmorende Übungsweg? Da geht jemand nackt, wahrt den Anstand nicht. Er leckt die Hände ab und kommt oder wartet nicht, wenn er gerufen wird. Er nimmt keine Speise an, die ihm gebracht wird oder eigens für ihn zubereitet wurde, auch keine Einladung zum Essen. Er nimmt nichts aus einem Topf oder einer Schüssel an, nichts von jemandem, der Schafe hält, der eine Waffe oder einen Spaten im Haus hat, nichts von da, wo ein Paar isst, wo eine Frau schwanger ist, stillt oder mit einem Mann lebt, nichts von da, wo ein Hund wartet oder Fliegen summen. Er nimmt weder Fisch noch Fleisch an, weder Bier noch Wein, und trinkt keine vergorene Grütze. Er geht um Almosen nur zu einem Haus und nimmt nur einen Bissen, oder zu zwei Häusern und zwei Bissen, bis zu sieben Häusern und sieben Bissen. Er lebt von einem Schüsselchen voll am Tag, zwei Schüsselchen voll, bis zu sieben Schüsselchen voll am Tag. Er isst einmal am Tag, einmal jeden zweiten Tag, bis zu einmal pro Woche und so weiter, selbst bis zu einmal in zwei Wochen. Er lebt hingegeben an die Übung, in festen Abständen zu essen.
Er isst Kräuter, Hirse, wilden Reis, mageren Reis, Wasserlattich, Reiskleie, Schaum von gekochtem Reis, Sesammehl, Gras oder Kuhmist. Er überlebt mit Wurzeln und Waldbeeren oder isst herabgefallene Früchte.
Er trägt Roben aus Hanf, Hanf-Mischgewebe, Leichentuch, Lumpen, Lodhrabaum-Rinde, Antilopenfell, Antilopenfell-Streifen, Gewebe aus Kusagras, Rinden- oder Holzstückchen, Menschenhaar, Pferdehaar oder Eulenflügeln. Er reißt sich Haar und Bart aus, verschreibt sich dieser Übung. Er steht fortwährend, verweigert einen Sitz. Er sitzt in der Hocke, verschreibt sich dem Unterfangen des Hockens. Er legt sich auf eine Dornenmatte, benutzt eine Dornenmatte als Bett. Er betreibt die Übung des rituellen Badens dreimal am Tag, auch am Abend. Und so lebt er und betreibt diese verschiedenen Arten der inbrünstigen Bußübung und Kasteiung des Körpers. Das nennt man den schmorenden Übungsweg.
Und was ist der mittlere Übungsweg? Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet … Er meditiert, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet … Er meditiert, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Das nennt man den mittleren Übungsweg.
Das sind die drei Übungswege.
Mönche und Nonnen, es gibt drei Übungswege. Welche drei? Den süchtigen Übungsweg, den schmorenden Übungsweg und den mittleren Übungsweg.
Und was ist der süchtige Übungsweg? … Das nennt man den süchtigen Übungsweg.
Und was ist der schmorende Übungsweg? … Das nennt man den schmorenden Übungsweg.
Und was ist der mittlere Übungsweg? Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften nicht aufkommen. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, aufgegeben werden. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften aufkommen. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, bleiben, nicht verloren gehen, sondern anwachsen, reifen und sich vollständig entwickeln. …
Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Enthusiasmus und mit aktivem Bemühen einhergeht. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Energie und mit aktivem Bemühen einhergeht. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Entwicklung des Geistes und mit aktivem Bemühen einhergeht. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Untersuchung und mit aktivem Bemühen einhergeht. …
Er entwickelt die Fähigkeit des Vertrauens … die Fähigkeit der Energie … die Fähigkeit der Achtsamkeit … die Fähigkeit der Versenkung … die Fähigkeit der Weisheit …
Er entwickelt die Kraft des Vertrauens … die Kraft der Energie … die Kraft der Achtsamkeit … die Kraft der Versenkung … die Kraft der Weisheit …
Er entwickelt den Faktor des Erwachens Achtsamkeit … den Faktor des Erwachens Erforschung der Gesetzmäßigkeiten … den Faktor des Erwachens Energie … den Faktor des Erwachens Ekstase … den Faktor des Erwachens Stille … den Faktor des Erwachens Versenkung … den Faktor des Erwachens Gleichmut …
Er entwickelt rechte Ansicht … rechtes Denken … rechte Rede … rechtes Handeln … rechten Lebenserwerb … rechten Einsatz … rechte Achtsamkeit … rechte Versenkung … Das nennt man den mittleren Übungsweg. Das sind die drei Übungswege.“
Untitled Discourses on Three Practices
“Mendicants, there are three practices. What three? The addicted practice, the scorching practice, and the middle practice.
And what’s the addicted practice? It’s when someone has this doctrine and view: ‘There’s nothing wrong with sensual pleasures’; so they throw themselves into sensual pleasures. This is called the addicted practice.
And what’s the scorching practice? It’s when someone goes naked, ignoring conventions. They lick their hands, and don’t come or wait when called. They don’t consent to food brought to them, or food prepared on their behalf, or an invitation for a meal. They don’t receive anything from a pot or bowl; or from someone who keeps sheep, or who has a weapon or a shovel in their home; or where a couple is eating; or where there is a woman who is pregnant, breastfeeding, or who lives with a man; or where there’s a hound waiting or flies buzzing. They accept no fish or meat or beer or wine, and drink no fermented gruel. They go to just one house for alms, taking just one mouthful, or two houses and two mouthfuls, up to seven houses and seven mouthfuls. They feed on one saucer a day, two saucers a day, up to seven saucers a day. They eat once a day, once every second day, up to once a week, and so on, even up to once a fortnight. They live pursuing the practice of eating food at set intervals.
They eat herbs, millet, wild rice, poor rice, water lettuce, rice bran, scum from boiling rice, sesame flour, grass, or cow dung. They survive on forest roots and fruits, or eating fallen fruit.
They wear robes of sunn hemp, mixed hemp, corpse-wrapping cloth, rags, lodh tree bark, antelope hide (whole or in strips), kusa grass, bark, wood-chips, human hair, horse-tail hair, or owls’ wings. They tear out their hair and beard, committed to this practice. They constantly stand, turning down seats. They squat, committed to the endeavor of squatting. They lie on a mat of thorns, making a mat of thorns their bed. They’re devoted to ritual bathing three times a day, including at dusk. And so they live pursuing these various ways of mortifying and tormenting the body. This is called the scorching practice.
And what’s the middle practice? It’s when a mendicant meditates by observing an aspect of the body—keen, aware, and mindful, rid of covetousness and displeasure for the world. They meditate observing an aspect of feelings … They meditate observing an aspect of the mind … They meditate observing an aspect of principles—keen, aware, and mindful, rid of covetousness and displeasure for the world. This is called the middle practice.
These are the three practices.
Mendicants, there are three practices. What three? The addicted practice, the scorching practice, the middle practice.
And what’s the addicted practice? … This is called the addicted practice.
And what is the scorching practice? … This is called the scorching practice.
And what’s the middle practice? It’s when a mendicant generates enthusiasm, tries, makes an effort, exerts the mind, and strives so that bad, unskillful qualities don’t arise. They generate enthusiasm, try, make an effort, exert the mind, and strive so that bad, unskillful qualities that have arisen are given up. They generate enthusiasm, try, make an effort, exert the mind, and strive so that skillful qualities arise. They generate enthusiasm, try, make an effort, exert the mind, and strive so that skillful qualities that have arisen remain, are not lost, but increase, mature, and are completed by development. …
They develop the basis of psychic power that has immersion due to enthusiasm, and active effort. They develop the basis of psychic power that has immersion due to energy, and active effort. They develop the basis of psychic power that has immersion due to mental development, and active effort. They develop the basis of psychic power that has immersion due to inquiry, and active effort. …
They develop the faculty of faith … energy … mindfulness … immersion … wisdom …
They develop the power of faith … energy … mindfulness … immersion … wisdom …
They develop the awakening factor of mindfulness … investigation of principles … energy … rapture … tranquility … immersion … equanimity …
They develop right view … right purpose … right speech … right action … right livelihood … right effort … right mindfulness … right immersion … This is called the middle practice. These are the three practices.”
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“Tisso imā, bhikkhave, paṭipadā. Katamā tisso? Āgāḷhā paṭipadā, nijjhāmā paṭipadā, majjhimā paṭipadā.
Katamā ca, bhikkhave, āgāḷhā paṭipadā? Idha, bhikkhave, ekacco evaṁvādī hoti evaṁdiṭṭhi: ‘natthi kāmesu doso’ti. So kāmesu pātabyataṁ āpajjati. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, āgāḷhā paṭipadā.
Katamā ca, bhikkhave, nijjhāmā paṭipadā? Idha, bhikkhave, ekacco acelako hoti muttācāro, hatthāpalekhano, naehibhadantiko, natiṭṭhabhadantiko, nābhihaṭaṁ na uddissakataṁ na nimantanaṁ sādiyati. So na kumbhimukhā paṭiggaṇhāti, na kaḷopimukhā paṭiggaṇhāti na eḷakamantaraṁ na daṇḍamantaraṁ na musalamantaraṁ na dvinnaṁ bhuñjamānānaṁ na gabbhiniyā na pāyamānāya na purisantaragatāya na saṅkittīsu na yattha sā upaṭṭhito hoti na yattha makkhikā saṇḍasaṇḍacārinī na macchaṁ na maṁsaṁ na suraṁ na merayaṁ, na thusodakaṁ pivati. So ekāgāriko vā hoti ekālopiko, dvāgāriko vā hoti dvālopiko … sattāgāriko vā hoti sattālopiko; ekissāpi dattiyā yāpeti, dvīhipi dattīhi yāpeti … sattahipi dattīhi yāpeti; ekāhikampi āhāraṁ āhāreti, dvāhikampi āhāraṁ āhāreti … sattāhikampi āhāraṁ āhāreti—iti evarūpaṁ addhamāsikampi pariyāyabhattabhojanānuyogamanuyutto viharati.
So sākabhakkhopi hoti, sāmākabhakkhopi hoti, nīvārabhakkhopi hoti, daddulabhakkhopi hoti, haṭabhakkhopi hoti, kaṇabhakkhopi hoti, ācāmabhakkhopi hoti, piññākabhakkhopi hoti, tiṇabhakkhopi hoti, gomayabhakkhopi hoti, vanamūlaphalāhāro yāpeti pavattaphalabhojī.
So sāṇānipi dhāreti, masāṇānipi dhāreti, chavadussānipi dhāreti, paṁsukūlānipi dhāreti, tirīṭānipi dhāreti, ajinampi dhāreti, ajinakkhipampi dhāreti, kusacīrampi dhāreti, vākacīrampi dhāreti, phalakacīrampi dhāreti, kesakambalampi dhāreti, vāḷakambalampi dhāreti, ulūkapakkhikampi dhāreti, kesamassulocakopi hoti kesamassulocanānuyogamanuyutto, ubbhaṭṭhakopi hoti āsanapaṭikkhitto, ukkuṭikopi hoti ukkuṭikappadhānamanuyutto, kaṇṭakāpassayikopi hoti kaṇṭakāpassaye seyyaṁ kappeti, sāyatatiyakampi udakorohanānuyogamanuyutto viharati— iti evarūpaṁ anekavihitaṁ kāyassa ātāpanaparitāpanānuyogamanuyutto viharati. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, nijjhāmā paṭipadā.
Katamā ca, bhikkhave, majjhimā paṭipadā? Idha, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ; vedanāsu …pe… citte …pe… dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, majjhimā paṭipadā.
Imā kho, bhikkhave, tisso paṭipadāti.
Tisso imā, bhikkhave, paṭipadā. Katamā tisso? Āgāḷhā paṭipadā, nijjhāmā paṭipadā, majjhimā paṭipadā.
Katamā ca, bhikkhave, āgāḷhā paṭipadā …pe… ayaṁ vuccati, bhikkhave, āgāḷhā paṭipadā.
Katamā ca, bhikkhave, nijjhāmā paṭipadā …pe… ayaṁ vuccati, bhikkhave, nijjhāmā paṭipadā.
Katamā ca, bhikkhave, majjhimā paṭipadā? Idha, bhikkhave, bhikkhu anuppannānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ anuppādāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati; uppannānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati; anuppannānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ uppādāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati; uppannānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ ṭhitiyā asammosāya bhiyyobhāvāya vepullāya bhāvanāya pāripūriyā chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati ….
Chandasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti vīriyasamādhi …pe… cittasamādhi …pe… vīmaṁsāsamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti …pe….
Saddhindriyaṁ bhāveti … vīriyindriyaṁ bhāveti … satindriyaṁ bhāveti … samādhindriyaṁ bhāveti … paññindriyaṁ bhāveti …pe….
Saddhābalaṁ bhāveti … vīriyabalaṁ bhāveti … satibalaṁ bhāveti … samādhibalaṁ bhāveti … paññābalaṁ bhāveti …pe….
Satisambojjhaṅgaṁ bhāveti … dhammavicayasambojjhaṅgaṁ bhāveti … vīriyasambojjhaṅgaṁ bhāveti … pītisambojjhaṅgaṁ bhāveti … passaddhisambojjhaṅgaṁ bhāveti … samādhisambojjhaṅgaṁ bhāveti … upekkhāsambojjhaṅgaṁ bhāveti …pe….
Sammādiṭṭhiṁ bhāveti … sammāsaṅkappaṁ bhāveti … sammāvācaṁ bhāveti … sammākammantaṁ bhāveti … sammāājīvaṁ bhāveti … sammāvāyāmaṁ bhāveti … sammāsatiṁ bhāveti … sammāsamādhiṁ bhāveti …. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, majjhimā paṭipadā. Imā kho, bhikkhave, tisso paṭipadā”ti.
Acelakavaggo chaṭṭho.
Tassuddānaṁ
Satipaṭṭhānaṁ sammappadhānaṁ,
Iddhipādindriyena ca;
Balaṁ bojjhaṅgo maggo ca,
Paṭipadāya yojayeti.