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DN34

Bis zehn aufwärts

Dasuttarasutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Campā am Ufer des Gaggarā-Lotusteichs auf, zusammen mit einem großen Saṅgha von fünfhundert Mönchen und Nonnen. Da wandte sich Sāriputta an die Mönche und Nonnen: „Geehrte, Mönche und Nonnen!“

„Geehrter“, antworteten sie. Sāriputta sagte:

„Ich will die Lehren bis zehn aufwärts zusammentragen, mit denen man das Erlöschen erlangt, dem Leiden ein Ende macht, und die von allen Knoten erlösen.

1. Einergruppen

Geehrte, ein Ding ist eine Hilfe, ein Ding muss entwickelt werden, ein Ding muss vollständig verstanden werden, ein Ding muss aufgegeben werden, ein Ding führt zum Rückschritt, ein Ding führt zu Erhabenheit, ein Ding ist schwer zu erfassen, ein Ding muss hervorgebracht werden, ein Ding muss unmittelbar erkannt werden und ein Ding muss verwirklicht werden.

Welches eine Ding ist eine Hilfe? Beflissenheit bei tauglichen Eigenschaften.

Welches eine Ding muss entwickelt werden? Achtsamkeit auf den Körper voller Hochgefühl.

Welches eine Ding muss vollständig verstanden werden? Kontakt, der mit Befleckungen verbunden ist und das Ergreifen nährt.

Welches eine Ding muss aufgegeben werden? Die Einbildung ‚ich bin‘.

Welches eine Ding führt zum Rückschritt? Unüberlegter Gebrauch des Geistes.

Welches eine Ding führt zu Erhabenheit? Wohlüberlegter Gebrauch des Geistes.

Welches eine Ding ist schwer zu erfassen? Die Versenkung des Herzens mit unmittelbarem Ergebnis.

Welches eine Ding muss hervorgebracht werden? Unerschütterliches Erkennen.

Welches eine Ding muss unmittelbar eingesehen werden? Alle Lebewesen werden durch Nahrung erhalten.

Welches eine Ding muss verwirklicht werden? Die unerschütterliche Erlösung des Herzens.

Daher wurden diese zehn Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

2. Zweiergruppen

Zwei Dinge sind eine Hilfe, zwei Dinge müssen entwickelt werden, zwei Dinge müssen vollständig verstanden werden, zwei Dinge müssen aufgegeben werden, zwei Dinge führen zum Rückschritt, zwei Dinge führen zu Erhabenheit, zwei Dinge sind schwer zu erfassen, zwei Dinge müssen hervorgebracht werden, zwei Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden und zwei Dinge müssen verwirklicht werden.

Welche zwei Dinge sind eine Hilfe? Achtsamkeit und Situationsbewusstsein.

Welche zwei Dinge müssen entwickelt werden? Sammlung und Klarsicht.

Welche zwei Dinge müssen vollständig verstanden werden? Name und Form.

Welche zwei Dinge müssen aufgegeben werden? Unwissenheit und Verlangen nach fortgesetztem Dasein.

Welche zwei Dinge führen zum Rückschritt? Man ist schwer zu ermahnen und man hat schlechte Freunde.

Welche zwei Dinge führen zu Erhabenheit? Man ist leicht zu ermahnen und man hat gute Freunde.

Welche zwei Dinge sind schwer zu erfassen? Was der Grund und die Ursache für die Verunreinigung der Lebewesen ist und was der Grund und die Ursache für die Läuterung der Lebewesen ist.

Welche zwei Dinge müssen hervorgebracht werden? Zweifaches Erkennen: Erkennen der Auflösung und Erkennen des Nicht-Entstehens.

Welche zwei Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Zwei Elemente: das bedingte Element und das unbedingte Element.

Welche zwei Dinge müssen verwirklicht werden? Wissen und Freiheit.

Daher wurden diese zwanzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

3. Dreiergruppen

Drei Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche drei Dinge sind eine Hilfe? Umgang mit wahren Menschen, der wahren Lehre zuhören und im Einklang mit der Lehre üben.

Welche drei Dinge müssen entwickelt werden? Drei Arten der Versenkung: Versenkung, in der man den Geist ausrichtet und hält; Versenkung, in der man den Geist nicht ausrichtet, sondern nur hält; Versenkung, ohne dass man den Geist ausrichtet oder hält.

Welche drei Dinge müssen vollständig verstanden werden? Drei Gefühle: angenehm, schmerzhaft und neutral.

Welche drei Dinge müssen aufgegeben werden? Drei Arten des Verlangens: Verlangen nach Sinnenfreuden, Verlangen nach Dasein und Verlangen nach Nicht-Dasein.

Welche drei Dinge führen zum Rückschritt? Drei Wurzeln des Untauglichen: Gier, Hass und Täuschung sind Wurzeln des Untauglichen.

Welche drei Dinge führen zu Erhabenheit? Drei Wurzeln des Tauglichen: Zufriedenheit, Liebe und richtiges Verstehen sind Wurzeln des Tauglichen.

Welche drei Dinge sind schwer zu erfassen? Drei Elemente des Entrinnens: Entsagung ist das Entrinnen von Sinnenfreuden. Das Formlose ist das Entrinnen von der Form. Das Aufhören ist das Entrinnen von allem, was geschaffen, bedingt und abhängig entstanden ist.

Welche drei Dinge müssen hervorgebracht werden? Dreifaches Erkennen: Erkennen des vergangenen Teils, des zukünftigen Teils und des gegenwärtigen Teils.

Welche drei Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Drei Elemente: Sinnlichkeit, Form und Formlosigkeit.

Welche drei Dinge müssen verwirklicht werden? Dreifaches Wissen: Wissen um Erinnerung an frühere Leben, um Erkennen von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen und um Erkennen der Auflösung der Befleckungen.

Daher wurden diese dreißig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

4. Vierergruppen

Vier Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche vier Dinge sind eine Hilfe? Vier Umstände: Man lebt in einer geeigneten Gegend, man stützt sich auf wahre Menschen, man hat die rechte innere Entschlossenheit und man hat Verdienst aus der Vergangenheit.

Welche vier Dinge müssen entwickelt werden? Vier Arten der Achtsamkeitsmeditation: Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt. Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet … Er meditiert, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet … Er meditiert, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Welche vier Dinge müssen vollständig verstanden werden? Vier Arten von Nahrung: Feste Nahrung, grob oder subtil; Kontakt ist die zweite, eine geistige Absicht die dritte und Bewusstsein die vierte.

Welche vier Dinge müssen aufgegeben werden? Vier Fluten: Die Flut der Sinnlichkeit, die Flut der Fortsetzung des Daseins, die Flut der Ansichten und die Flut der Unwissenheit.

Welche vier Dinge führen zum Rückschritt? Vier Joche: das Joch der Sinnlichkeit, das Joch künftiger Leben, das Joch der Ansichten und das Joch der Unwissenheit.

Welche vier Dinge führen zu Erhabenheit? Vierfache Lösung vom Joch: die Lösung vom Joch der Sinnlichkeit, vom Joch künftiger Leben, vom Joch der Ansichten und vom Joch der Unwissenheit.

Welche vier Dinge sind schwer zu erfassen? Vier Arten der Versenkung: Versenkung, die zum Rückschritt führt, die zum Stillstand führt, die zu Erhabenheit führt und die zum Durchbruch führt.

Welche vier Dinge müssen hervorgebracht werden? Vierfaches Erkennen: Erkennen des Gegenwärtigen, Erkennen durch Schlussfolgerung, Erkennen des Geistes anderer und herkömmliches Erkennen.

Welche vier Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Die vier edlen Wahrheiten: die edlen Wahrheiten vom Leiden, vom Ursprung des Leidens, vom Aufhören des Leidens und von der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.

Welche vier Dinge müssen verwirklicht werden? Vier Früchte des Asketenlebens: die Frucht des Stromeintritts, die Frucht der Einmalwiederkehr, die Frucht der Nichtwiederkehr und die Frucht der Vollendung.

Daher wurden diese vierzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

5. Fünfergruppen

Fünf Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche fünf Dinge sind eine Hilfe? Fünf Faktoren, die die Meditation unterstützen: Da hat ein Mönch Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen: ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die schulungsfähig sind, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘ Er ist selten krank oder unwohl. Sein Magen verdaut gut, ist weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig und passend für die Meditation. Er ist nicht verschlagen oder hinterhältig. Er vertraut sich ehrlich dem Lehrer oder vernünftigen geistlichen Gefährten an. Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften. Er ist weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

Welche fünf Dinge müssen entwickelt werden? Rechte Versenkung mit fünf Faktoren: Durchströmung mit Ekstase, Durchströmung mit Seligkeit, Durchströmung mit Geist, Durchströmung mit Licht und die Basis für die Betrachtung.

Welche fünf Dinge müssen vollständig verstanden werden? Fünf mit Ergreifen verbundene Aggregate: Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein.

Welche fünf Dinge müssen aufgegeben werden? Fünf Hindernisse: sinnliches Begehren, böser Wille, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel.

Welche fünf Dinge führen zum Rückschritt? Fünf Arten seelischer Öde: Zunächst hat da ein Mönch Zweifel am Lehrer. Er ist unsicher, unentschlossen und mutlos. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Ehrgeiz, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die erste Art seelischer Öde. Dann hat da ein Mönch Zweifel an der Lehre … am Saṅgha … und an der Schulung … Ein Mönch ist zornig und aufgebracht über seine geistlichen Gefährten, verbittert und verschlossen. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Ehrgeiz, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die fünfte Art seelischer Öde.

Welche fünf Dinge führen zu Erhabenheit? Fünf Fähigkeiten: die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit.

Welche fünf Dinge sind schwer zu erfassen? Fünf Elemente des Entrinnens: Da richtet Mönch den Geist auf Sinnenfreuden, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Aber wenn er den Geist auf Entsagung richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von Sinnenfreuden abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Sinnenfreuden entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von Sinnenfreuden erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf bösen Willen, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts … Aber wenn er den Geist auf Wohlwollen richtet, springt sein Geist vorwärts … Sein Geist ist in gutem Zustand … und von bösem Willen abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von bösem Willen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von bösem Willen erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Grausamkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts … Aber wenn er den Geist auf Mildherzigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts … Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Grausamkeit abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Grausamkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von der Grausamkeit erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Form, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts … Aber wenn er den Geist auf Formlosigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts … Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Formen abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Formen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von Formen erklärt.

Dann richtet da ein Mönch den Geist auf substanzielle Wirklichkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen. Aber wenn er den Geist auf das Aufhören substanzieller Wirklichkeit richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von substanzieller Wirklichkeit abgelöst. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von substanzieller Wirklichkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt. So wird das Entrinnen von substanzieller Wirklichkeit erklärt.

Welche fünf Dinge müssen hervorgebracht werden? Rechte Versenkung mit fünffachem Erkennen: ‚Diese Versenkung ist jetzt selig und führt zu künftiger Seligkeit‘, dieses Erkennen kommt in einem persönlich auf. ‚Diese Versenkung ist edel und nicht fleischlich‘, dieses Erkennen kommt in einem persönlich auf. ‚Diese Versenkung wird von Frevlern nicht gepflegt‘, dieses Erkennen kommt in einem persönlich auf. ‚Diese Versenkung ist friedvoll, erlesen, still und einheitlich und wird nicht mit Gewalt aufrechterhalten‘, dieses Erkennen kommt in einem persönlich auf. ‚Ich trete achtsam in diese Versenkung ein und wieder heraus‘, dieses Erkennen kommt in einem persönlich auf.

Welche fünf Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Fünf günstige Gelegenheiten für Freiheit: Da lehrt der Lehrer oder ein geachteter geistlicher Gefährte einen Mönch den Dhamma. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie der Lehrer oder der geachtete geistliche Gefährte ihn lehrt. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Das ist die erste günstige Gelegenheit für Freiheit.

Weiterhin kann es sein, dass weder der Lehrer noch ein geachteter geistlicher Gefährte einen Mönch den Dhamma lehrt. Aber der Mönch lehrt andere ausführlich den Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie er das, was er gehört und sich eingeprägt hat, andere ausführlich lehrt. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Das ist die zweite günstige Gelegenheit für Freiheit.

Weiterhin kann es sein, dass weder der Lehrer noch … der Mönch den Dhamma lehrt. Aber der Mönch sagt die Lehre ausführlich auf, wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie er das, was er gehört und sich eingeprägt hat, ausführlich aufsagt. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Das ist die dritte günstige Gelegenheit für Freiheit.

Weiterhin kann es sein, dass weder der Lehrer noch … der Mönch den Dhamma lehrt … noch sagt der Mönch die Lehre auf. Aber der Mönch denkt im Herzen über die Lehre nach und erwägt sie, untersucht sie mit dem Geist, wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie er über das, was er gehört und sich eingeprägt hat, im Herzen nachdenkt und es erwägt und es mit dem Geist untersucht. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Das ist die vierte günstige Gelegenheit für Freiheit.

Weiterhin kann es sein, dass weder der Lehrer noch … der Mönch den Dhamma lehrt … noch sagt der Mönch die Lehre auf … noch denkt er darüber nach. Aber ein Meditationsthema als Basis für die Versenkung ergreift er richtig, richtet den Geist richtig darauf, behält es richtig im Sinn und durchdringt es richtig mit Weisheit. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie er ein Meditationsthema als Basis für die Versenkung richtig ergreift, den Geist richtig darauf richtet, es richtig im Sinn behält und es richtig mit Weisheit durchdringt. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Das ist die fünfte günstige Gelegenheit für Freiheit.

Welche fünf Dinge müssen verwirklicht werden? Fünffacher Umfang der Lehre: der Umfang von Tugend, Versenkung, Weisheit, Freiheit und Erkennen und Sehen der Freiheit.

Daher wurden diese fünfzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

6. Sechsergruppen

Sechs Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche sechs Dinge sind eine Hilfe? Sechs warmherzige Eigenschaften: Da behandelt ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Körper, sowohl öffentlich als insgeheim. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.

Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit der Sprache, sowohl öffentlich als insgeheim.

Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim.

Dann teilt da ein Mönch vorbehaltlos, was er an materiellem Besitz auf rechtmäßige Weise erhalten hat, selbst das Essen in seiner Almosenschale, und benutzt es gemeinsam mit seinen tugendhaften geistlichen Gefährten.

Dann lebt da ein Mönch gemäß den Tugendregeln, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Die Regeln sind unversehrt, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie sind befreiend, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, sind richtig aufgefasst und führen in die Versenkung.

Dann lebt da ein Mönch gemäß der Ansicht, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Diese Ansicht ist edel, macht mündig und führt den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.

Welche sechs Dinge müssen entwickelt werden? Sechs Gegenstände zur Besinnung: Die Besinnung auf den Buddha, auf die Lehre, auf den Saṅgha, auf Tugend, auf Großzügigkeit und auf die Gottheiten.

Welche sechs Dinge müssen vollständig verstanden werden? Sechs innere Sinnesfelder: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.

Welche sechs Dinge müssen aufgegeben werden? Sechs Klassen des Verlangens: Verlangen nach Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.

Welche sechs Dinge führen zum Rückschritt? Sechs Arten von fehlender Achtung: Da hat ein Mönch keine Achtung und keine Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.

Welche sechs Dinge führen zu Erhabenheit? Sechs Arten von Achtung: Da hat ein Mönch Achtung und Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.

Welche sechs Dinge sind schwer zu erfassen? Sechs Elemente des Entrinnens: Da sagt ein Mönch: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält böser Wille meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen. Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt und richtig umgesetzt wurde, und dass doch böser Wille immer noch den Geist gefangen hält. Denn durch die Erlösung des Herzens durch Liebe entrinnt man bösem Willen.‘

Dann sagt da ein anderer Mönch: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält der Gedanke an Grausamkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entrinnt man Gedanken an Grausamkeit.‘

Dann sagt da ein anderer Mönch: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entwickelt … Und doch hält Widerwille meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entrinnt man dem Widerwillen.‘

Dann sagt da ein anderer Mönch: ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt. Und doch hält Begehren meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entrinnt man dem Begehren.‘

Dann sagt da ein anderer Mönch: ‚Ich habe die merkmalslose Erlösung des Herzens entwickelt … Und doch folgt mein Bewusstsein immer noch Merkmalen nach.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! … Denn durch die merkmalslose Erlösung des Herzens entrinnt man allen Merkmalen.‘

Dann sagt da ein anderer Mönch: ‚Ich habe die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt. Und ich betrachte nichts mehr als „ich bin das“. Und doch hält der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘ Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen. Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt wurde und man nichts mehr als „ich bin das“ betrachtet, und dass doch der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit immer noch den Geist gefangen hält. Denn indem man die Einbildung „ich bin“ ausrottet, entrinnt man dem Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit.‘

Welche sechs Dinge müssen hervorgebracht werden? Sechs gleichbleibende Reaktionen: Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst. Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

Welche sechs Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Sechs unübertreffliche Dinge: Unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflicher Gewinn, unübertreffliche Schulung, unübertrefflicher Dienst und unübertreffliche Besinnung.

Welche sechs Dinge müssen verwirklicht werden? Sechs unmittelbare Einsichten: Da übt ein Mönch die vielen Arten übersinnlicher Kraft aus: sich vervielfältigen und wieder eins werden; erscheinen und verschwinden; ungehindert durch eine Mauer, einen Erdwall oder einen Berg gehen wie durch leeren Raum; in die Erde eintauchen und wieder auftauchen, als wäre sie Wasser; über das Wasser gehen, als wäre es Land; mit gekreuzten Beinen durch die Luft fliegen wie ein Vogel; Sonne und Mond, so mächtig und gewaltig, mit der Hand berühren und streicheln; den Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt.

Mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit kann er beide Arten von Tönen hören, himmlische und menschliche, ob fern oder nah.

Er erkennt den Geist anderer Wesen und Personen, indem er ihn mit seinem Geist erfasst.

Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.

Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sieht er Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen.

Er erlangt mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.

Daher wurden diese sechzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

7. Siebenergruppen

Sieben Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche sieben Dinge sind eine Hilfe? Sieben Reichtümer der Edlen: Reichtum an Vertrauen, Tugend, Gewissen, Besonnenheit, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.

Welche sieben Dinge müssen entwickelt werden? Sieben Faktoren des Erwachens: Achtsamkeit, Erforschung der Gesetzmäßigkeiten, Energie, Ekstase, Stille, Versenkung und Gleichmut.

Welche sieben Dinge müssen vollständig verstanden werden? Sieben Bewusstseinsebenen: Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung vielfältig sind – wie Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt. Das ist die erste Bewusstseinsebene.

Es gibt Lebewesen, deren Körper vielfältig sind und deren Wahrnehmung einheitlich ist – wie die Götter, die durch die erste Vertiefung in Brahmās Gefolge wiedergeboren wurden. Das ist die zweite Bewusstseinsebene.

Es gibt Lebewesen, deren Körper einheitlich sind und deren Wahrnehmung vielfältig ist – wie die Götter von strahlendem Glanz. Das ist die dritte Bewusstseinsebene.

Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung einheitlich sind – wie die Götter von allumfassender Schönheit. Das ist die vierte Bewusstseinsebene.

Es gibt Lebewesen, die jegliche Formwahrnehmung überstiegen haben. Mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem sie den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richteten, wurden sie im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in der Dimension des unendlichen Raumes wiedergeboren. Das ist die fünfte Bewusstseinsebene.

Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Raumes vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, wurden sie in der Dimension des unendlichen Bewusstseins wiedergeboren. Das ist die sechste Bewusstseinsebene.

Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Bewusstseins vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, wurden sie in der Dimension des Nichts wiedergeboren. Das ist die siebte Bewusstseinsebene.

Welche sieben Dinge müssen aufgegeben werden? Sieben zugrunde liegende Neigungen: die zugrunde liegende Neigung zu sinnlicher Begierde, Abwehr, Ansichten, Zweifel, Einbildung, dem Wunsch nach Wiedergeburt und Unwissenheit.

Welche sieben Dinge führen zum Rückschritt? Sieben schlechte Eigenschaften: Da ist ein Mönch ohne Vertrauen, gewissenlos, unbesonnen, ungebildet, träge, unachtsam und geistlos.

Welche sieben Dinge führen zu Erhabenheit? Sieben gute Eigenschaften: Da ist ein Mönch vertrauensvoll, hat ein Gewissen, ist besonnen, gebildet, energisch, achtsam und weise.

Welche sieben Dinge sind schwer zu erfassen? Sieben Aspekte der Lehren der wahren Menschen: Da kennt ein Mönch die Lehren, kennt die Bedeutung, kennt sich selbst, kennt das rechte Maß, kennt die rechte Zeit, kennt Versammlungen und kennt Personen.

Welche sieben Dinge müssen hervorgebracht werden? Sieben Wahrnehmungen: die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst, die Wahrnehmung des Abstoßenden, die Wahrnehmung der Nachteile, die Wahrnehmung des Aufgebens, die Wahrnehmung des Schwindens und die Wahrnehmung des Aufhörens.

Welche sieben Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Sieben Grundlagen für einen Abschluss: Da hat ein Mönch glühenden Enthusiasmus dafür, die Schulung aufzunehmen … die Lehren zu untersuchen … sich von Wünschen loszumachen … sich zurückzuziehen … Energie aufzurütteln … achtsam und wach zu sein … gedanklich durchzudringen. Und dieser Wunsch lässt auch später nicht nach.

Welche sieben Dinge müssen verwirklicht werden? Sieben Kräfte eines Menschen, der die Befleckungen aufgelöst hat: Da hat ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, wahrhaftig mit rechter Weisheit klar gesehen, dass alle Bedingungen unbeständig sind. Das ist eine Kraft, auf die sich ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, stützt, um zu behaupten: ‚Meine Befleckungen sind aufgelöst.‘

Dann hat da ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, wahrhaftig mit rechter Weisheit klar gesehen, dass Sinnenfreuden wie eine Grube voll glühender Kohlen sind. …

Dann neigt sich da der Geist eines Mönchs, der die Befleckungen aufgelöst hat, zur Abgeschiedenheit, strebt zur Abgeschiedenheit und richtet sich zur Abgeschiedenheit aus. Er ist zurückgezogen, liebt die Entsagung und hat befleckende Einflüsse vollständig beseitigt. …

Dann hat da ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation gut entwickelt. …

Dann hat da ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, die fünf Fähigkeiten gut entwickelt. …

Dann hat da ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, die sieben Faktoren des Erwachens gut entwickelt. …

Dann hat da ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, den edlen achtfachen Pfad gut entwickelt. Das ist eine Kraft, auf die sich ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, stützt, um zu behaupten: ‚Meine Befleckungen sind aufgelöst.‘

Daher wurden diese siebzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

Der erste Abschnitt zum Aufsagen ist zu Ende.

8. Achtergruppen

Acht Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche acht Dinge sind eine Hilfe? Es gibt acht Gründe und Ursachen, die dazu führen, dass man die Weisheit, die grundlegend für das geistliche Leben ist, erwirbt, und wenn sie erworben wurde, dazu, dass sie anwächst, reift und sich vollständig entwickelt. Welche acht? Da lebt ein Mönch, indem er sich auf den Lehrer oder einen geistlichen Gefährten in der Lehrerrolle stützt. Und er entwickelt ihnen gegenüber einen ausgeprägten Sinn für Gewissen und Besonnenheit mit Zuneigung und Achtung. Das ist die erste Ursache.

Wenn ein Mönch so mit dem Lehrer oder einem geistlichen Gefährten in der Lehrerrolle lebt – mit einem ausgeprägten Sinn für Gewissen und Besonnenheit mit Zuneigung und Achtung –, geht er von Zeit zu Zeit hin und stellt Fragen: ‚Warum, Herr, heißt es so? Was bedeutet das?‘ Diese Ehrwürdigen klären, was unklar ist, decken auf, was verborgen ist, und zerstreuen den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen. Das ist die zweite Ursache.

Wenn er diese Lehre gehört hat, vervollkommnet er den Rückzug mit dem Körper und dem Geist. Das ist die dritte Ursache.

Dann ist da ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat. Das ist die vierte Ursache.

Dann ist da ein Mönch sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich. Das ist die fünfte Ursache.

Dann lebt da ein Mönch so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften. Das ist die sechste Ursache.

Dann ist da ein Mönch achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen. Das ist die siebte Ursache.

Dann meditiert da ein Mönch, indem er Aufstieg und Untergang bei den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten beobachtet. ‚So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen. So ist Gefühl, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen. So ist Wahrnehmung, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen. So sind Willensbildungsprozesse, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen. So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.‘ Das ist die achte Ursache.

Welche acht Dinge müssen entwickelt werden? Der edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Welche acht Dinge müssen vollständig verstanden werden? Acht weltliche Gegebenheiten: Gewinn und Verlust, Ruhm und Schande, Lob und Tadel, Glück und Schmerz.

Welche acht Dinge müssen aufgegeben werden? Acht falsche Wege: falsche Ansicht, falsches Denken, falsche Rede, falsches Handeln, falscher Lebenserwerb, falscher Einsatz, falsche Achtsamkeit und falsche Versenkung.

Welche acht Dinge führen zum Rückschritt? Acht Grundlagen für Trägheit: Da hat ein Mönch etwas zu arbeiten. Er denkt: ‚Ich habe etwas zu arbeiten. Aber bei dieser Arbeit wird mein Körper müde werden. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist. Das ist die erste Grundlage für Trägheit.

Dann hat da ein Mönch etwas gearbeitet. Er denkt: ‚Ich habe etwas gearbeitet. Aber während der Arbeit wurde mein Körper müde. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf … Das ist die zweite Grundlage für Trägheit.

Dann muss da ein Mönch eine Reise unternehmen. Er denkt: ‚Ich muss eine Reise unternehmen. Aber beim Gehen wird mein Körper müde werden. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf … Das ist die dritte Grundlage für Trägheit.

Dann hat da ein Mönch eine Reise unternommen. Er denkt: ‚Ich habe eine Reise unternommen. Aber beim Gehen wurde mein Körper müde. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf … Das ist die vierte Grundlage für Trägheit.

Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, aber er hat nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen. Er denkt: ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, aber ich habe nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist müde und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ … Das ist die fünfte Grundlage für Trägheit.

Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, und er hat genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen. Er denkt: ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, und ich habe genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist schwer, als hätte ich gerade eine große Portion Bohnen gegessen, und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf … Das ist die sechste Grundlage für Trägheit.

Dann fühlt sich da ein Mönch ein wenig krank. Er denkt: ‚Ich fühle mich ein wenig krank. Hinlegen wäre gut für mich. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf … Das ist die siebte Grundlage für Trägheit.

Dann ist da ein Mönch kürzlich von einer Krankheit genesen. Er denkt: ‚Ich bin kürzlich von einer Krankheit genesen. Mein Körper ist schwach und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘ Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf … Das ist die achte Grundlage für Trägheit.

Welche acht Dinge führen zu Erhabenheit? Acht Grundlagen, um die Energie aufzurütteln: Da hat ein Mönch etwas zu arbeiten. Er denkt: ‚Ich habe etwas zu arbeiten. Während der Arbeit ist es nicht leicht, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Er rüttelt seine Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist. Das ist die erste Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann hat da ein Mönch etwas gearbeitet. Er denkt: ‚Ich habe etwas gearbeitet. Während der Arbeit konnte ich den Geist nicht auf die Anleitung der Buddhas richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ … Das ist die zweite Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann muss da ein Mönch eine Reise unternehmen. Er denkt: ‚Ich muss eine Reise unternehmen. Beim Gehen ist es nicht leicht, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ … Das ist die dritte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann hat da ein Mönch eine Reise unternommen. Er denkt: ‚Ich habe eine Reise unternommen. Beim Gehen konnte ich den Geist nicht auf die Anleitung der Buddhas richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ … Das ist die vierte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, aber er hat nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen. Er denkt: ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, aber ich habe nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist leicht und taugt zur Arbeit. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ … Das ist die fünfte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, und er hat genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen. Er denkt: ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, und ich habe genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist kräftig und taugt zur Arbeit. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ … Das ist die sechste Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann fühlt sich da ein Mönch ein wenig krank. Er denkt: ‚Ich fühle mich ein wenig krank. Es ist möglich, dass diese Krankheit schlimmer wird. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘ … Das ist die siebte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Dann ist da ein Mönch kürzlich von einer Krankheit genesen. Er denkt: ‚Ich bin kürzlich von einer Krankheit genesen. Es ist möglich, dass die Krankheit wiederkommt. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘ Er rüttelt seine Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist. Das ist die achte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Welche acht Dinge sind schwer zu erfassen? Acht verpasste Gelegenheiten für das geistliche Leben: Zunächst ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Er lehrt den Dhamma, der zum Frieden, zum Erlöschen, zum Erwachen führt, wie er vom Heiligen verkündet wurde. Aber die Person wurde in der Hölle wiedergeboren. Das ist die erste verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Aber die Person wurde im Tierreich wiedergeboren. Das ist die zweite verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Aber die Person wurde im Gespensterreich wiedergeboren. Das ist die dritte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Aber die Person wurde in einer der Klassen langlebiger Götter wiedergeboren. Das ist die vierte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Aber die Person wurde in den Grenzgebieten unter ungebildeten Fremden wiedergeboren, da, wo Mönche, Nonnen, Laienmänner und Laienfrauen nicht hingehen. Das ist die fünfte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Und die Person wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Aber sie hat eine falsche Ansicht und einen verzerrten Blickwinkel: ‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.‘ Das ist die sechste verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Und die Person wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Aber sie ist ein geistloser, stumpfer Trottel, nicht in der Lage, zu unterscheiden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist. Das ist die siebte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Dann ist da kein Klargewordener in der Welt erschienen, und der Dhamma, der zum Frieden, zum Erlöschen, zum Erwachen führt, wie er vom Heiligen verkündet wurde, wird nicht gelehrt. Und die Person wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Und sie ist weise, gewitzt, gescheit und in der Lage, zu unterscheiden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist. Das ist die achte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Welche acht Dinge müssen hervorgebracht werden? Acht Gedanken eines großen Menschen: ‚Diese Lehre ist für die Genügsamen, nicht für die Anspruchsvollen. Sie ist für die Zufriedenen, nicht für die Unzufriedenen. Sie ist für die, die abgeschieden leben, nicht für die, die Gesellschaft genießen. Sie ist für die Energischen, nicht für die Trägen. Sie ist für die Achtsamen, nicht für die Unachtsamen. Sie ist für die mit Versenkung, nicht für die ohne Versenkung. Sie ist für die Weisen, nicht für die Geistlosen. Diese Lehre ist für die, die das Wuchern nicht genießen, nicht für die, die das Wuchern genießen.‘

Welche acht Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Acht Dimensionen der Meisterschaft: Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die erste Dimension der Meisterschaft.

Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die zweite Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die dritte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die vierte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Wie eine Flachsblüte, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die fünfte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Wie eine Kaṇikārablüte, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die sechste Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Wie eine scharlachrote Malvenblüte, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die siebte Dimension der Meisterschaft.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Wie der Morgenstern, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘ Das ist die achte Dimension der Meisterschaft.

Welche acht Dinge müssen verwirklicht werden? Acht Befreiungen: Man besitzt körperliche Form und sieht Formen. Das ist die erste Befreiung.

Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich. Das ist die zweite Befreiung.

Man ist einzig auf Schönheit ausgerichtet. Das ist die dritte Befreiung.

Man übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem man den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt man im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin. Das ist die vierte Befreiung.

Man übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin. Das ist die fünfte Befreiung.

Man übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin. Das ist die sechste Befreiung.

Man übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin. Das ist die siebte Befreiung.

Man übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin. Das ist die achte Befreiung.

Daher wurden diese achtzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

9. Neunergruppen

Neun Dinge sind eine Hilfe usw.

Welche neun Dinge sind eine Hilfe? Neun Dinge, die in wohlüberlegtem Gebrauch des Geistes wurzeln: Wenn man den Geist wohlüberlegt gebraucht, lodert Freude auf. Wenn man voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet man Seligkeit. Und wenn man voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi. Wenn der Geist versunken ist, kann man wahrhaftig erkennen und sehen. Wenn man wahrhaftig erkennt und sieht, wird man ernüchtert. Wenn man ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist man befreit.

Welche neun Dinge müssen entwickelt werden? Neun Faktoren des Bemühens um Reinheit: die Faktoren des Bemühens um Reinheit von Tugend, Geist und Ansicht, Reinheit von Überwindung des Zweifels, Reinheit von Erkennen und Sehen dessen, was der Pfad und was nicht der Pfad ist, von Erkennen und Sehen der Übung, von Erkennen und Sehen, von Weisheit und Freiheit.

Welche neun Dinge müssen vollständig verstanden werden? Neun Aufenthalte der Lebewesen: Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung vielfältig sind – wie Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt. Das ist der erste Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, deren Körper vielfältig sind und deren Wahrnehmung einheitlich ist – wie die Götter, die durch die erste Vertiefung in Brahmās Gefolge wiedergeboren wurden. Das ist der zweite Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, deren Körper einheitlich sind und deren Wahrnehmung vielfältig ist – wie die Götter von strahlendem Glanz. Das ist der dritte Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung einheitlich sind – wie die Götter von allumfassender Schönheit. Das ist der vierte Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, die sind ohne Wahrnehmung und erleben nichts – wie die Götterwesen ohne Wahrnehmung. Das ist der fünfte Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, die jegliche Formwahrnehmung überstiegen haben. Mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem sie den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richteten, wurden sie im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in der Dimension des unendlichen Raumes wiedergeboren. Das ist der sechste Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Raumes vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, wurden sie in der Dimension des unendlichen Bewusstseins wiedergeboren. Das ist der siebte Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Bewusstseins vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, wurden sie in der Dimension des Nichts wiedergeboren. Das ist der achte Aufenthalt der Lebewesen.

Es gibt Lebewesen, die die Dimension des Nichts vollständig überstiegen haben. Sie wurden in der Dimension wiedergeboren, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat. Das ist der neunte Aufenthalt der Lebewesen.

Welche neun Dinge müssen aufgegeben werden? Neun Dinge, die im Verlangen wurzeln: Verlangen führt zu Trachten. Trachten führt zum Gewinnen von materiellem Besitz. Das Gewinnen von materiellem Besitz führt zu Bewerten. Bewerten führt zu Sehnen und Begehren. Sehnen und Begehren führten zu Anhänglichkeit. Anhänglichkeit führt zu Eigentümerschaft. Eigentümerschaft führt zu Geiz. Geiz führt zu Schutzmaßnahmen. Aufgrund von Schutzmaßnahmen kommen zahlreiche schlechte, untaugliche Dinge zustande: das Greifen zu Stock und Schwert, Zank, Zwist, Streit, Anschuldigungen, entzweiende Rede und Lügen.

Welche neun Dinge führen zum Rückschritt? Neun Grundlagen für Groll: Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch hat mir Unrecht getan‘ hegt man Groll. Beim Gedanken: ‚Er tut mir Unrecht‘ … ‚Er wird mir Unrecht tun‘ … ‚Er hat jemandem Unrecht getan, der mir lieb und teuer ist‘ … ‚Er tut jemandem Unrecht, der mir lieb und teuer ist‘ … ‚Er wird jemandem Unrecht tun, der mir lieb und teuer ist‘ … ‚Er hat jemandem geholfen, der mir unlieb und verhasst ist‘ … ‚Er hilft jemandem, der mir unlieb und verhasst ist‘ … Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch wird jemandem helfen, der mir unlieb und verhasst ist‘ hegt man Groll.

Welche neun Dinge führen zu Erhabenheit? Neun Methoden, um sich von Groll loszumachen: Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch hat mir Unrecht getan, doch was kann ich da machen?‘ macht man sich von Groll los. Beim Gedanken: ‚Er tut mir Unrecht …‘ … ‚Er wird mir Unrecht tun …‘ … ‚Er hat jemandem Unrecht getan, der mir lieb und teuer ist …‘ … ‚Er tut jemandem Unrecht, der mir lieb und teuer ist …‘ … ‚Er wird jemandem Unrecht tun, der mir lieb und teuer ist …‘ … ‚Er hat jemandem geholfen, der mir unlieb und verhasst ist …‘ … ‚Er hilft jemandem, der mir unlieb und verhasst ist …‘ … Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch wird jemandem helfen, der mir unlieb und verhasst ist, doch was kann ich da machen?‘ macht man sich von Groll los.

Welche neun Dinge sind schwer zu erfassen? Neun Arten der Vielfalt: Die Vielfalt der Elemente führt zur Vielfalt der Kontakte. Die Vielfalt der Kontakte führt zur Vielfalt der Gefühle. Die Vielfalt der Gefühle führt zur Vielfalt der Wahrnehmungen. Die Vielfalt der Wahrnehmungen führt zur Vielfalt der Gedanken. Die Vielfalt der Gedanken führt zur Vielfalt des Sehnens. Die Vielfalt des Sehnens führt zur Vielfalt der Leidenschaften. Die Vielfalt der Leidenschaften führt zu den vielfältigen Arten der Suche. Die vielfältigen Arten der Suche führen zur Vielfalt des Gewinns.

Welche neun Dinge müssen hervorgebracht werden? Neun Wahrnehmungen: die Wahrnehmung des Abstoßenden, die Wahrnehmung des Todes, die Wahrnehmung der Widerwärtigkeit der Nahrung, die Wahrnehmung der Entfremdung von der ganzen Welt, die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens und die Wahrnehmung des Schwindens.

Welche neun Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Neun fortschreitende Meditationen: Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin. Er übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, indem er den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt er im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin. Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin. Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin. Er übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin. Er übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin.

Welche neun Dinge müssen verwirklicht werden? Neun fortschreitende Stufen des Aufhörens: Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, hat sinnliche Wahrnehmung aufgehört. Wenn man die zweite Vertiefung erreicht hat, hat das Ausrichten und Halten des Geistes aufgehört. Wenn man die dritte Vertiefung erreicht hat, hat Ekstase aufgehört. Wenn man die vierte Vertiefung erreicht hat, hat das Atmen aufgehört. Wenn man die Dimension des unendlichen Raumes erreicht hat, hat die Formwahrnehmung aufgehört. Wenn man die Dimension des unendlichen Bewusstseins erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes aufgehört. Wenn man die Dimension des Nichts erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins aufgehört. Wenn man die Dimension erreicht hat, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des Nichts aufgehört. Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben Wahrnehmung und Gefühl aufgehört.

Daher wurden diese neunzig Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.

10. Zehnergruppen

Zehn Dinge sind eine Hilfe, zehn Dinge müssen entwickelt werden, zehn Dinge müssen vollständig verstanden werden, zehn Dinge müssen aufgegeben werden, zehn Dinge führen zum Rückschritt, zehn Dinge führen zu Erhabenheit, zehn Dinge sind schwer zu erfassen, zehn Dinge müssen erzeugt werden, zehn Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden und zehn Dinge müssen verwirklicht werden.

Welche zehn Dinge sind eine Hilfe? Zehn Eigenschaften, die als Beschützer dienen. Da ist ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat. Das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch sehr gelehrt … Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann hat da ein Mönch gute Freunde, Genossen und Gefährten. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch leicht zu ermahnen, er hat Eigenschaften, durch die er leicht zu ermahnen ist. Er ist geduldig und nimmt die Anleitung respektvoll an. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch geschickt und unermüdlich bei vielen verschiedenen Pflichten für seine geistlichen Gefährten. Er versteht, wie die Dinge anzupacken sind, um die Arbeit zu erledigen oder zu veranlassen. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann liebt da ein Mönch die Lehren, es ist eine Lust, sich mit ihm zu unterhalten, er ist voller Freude über die Lehre und Schulung. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch mit jeder Art von Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung zufrieden. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann lebt da ein Mönch so, dass er seine Energie aufrüttelt … Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Welche zehn Dinge müssen entwickelt werden? Zehn allumfassende Dimensionen der Meditation: Jemand nimmt die Meditation über allumfassende Erde wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos. Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Wasser wahr … die Meditation über allumfassendes Feuer … die Meditation über allumfassenden Wind … die Meditation über allumfassendes Blau … die Meditation über allumfassendes Gelb … die Meditation über allumfassendes Rot … die Meditation über allumfassendes Weiß … die Meditation über allumfassenden Raum … Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Bewusstsein wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

Welche zehn Dinge müssen vollständig verstanden werden? Zehn Sinnesfelder: Auge und Bilder, Ohr und Töne, Nase und Gerüche, Zunge und Geschmäcke, Körper und Berührungen.

Welche zehn Dinge müssen aufgegeben werden? Zehn falsche Wege: falsche Ansicht, falsches Denken, falsche Rede, falsches Handeln, falscher Lebenserwerb, falscher Einsatz, falsche Achtsamkeit, falsche Versenkung, falsches Erkennen und falsche Freiheit.

Welche zehn Dinge führen zum Rückschritt? Zehn Arten, untaugliche Taten zu begehen: lebende Geschöpfe töten, stehlen, sexuelle Verfehlungen begehen; falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebrauchen; Begehrlichkeit, bösen Willen und falsche Ansicht hegen.

Welche zehn Dinge führen zu Erhabenheit? Zehn Arten, taugliche Dinge zu tun: Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen und sexuelle Verfehlungen zu begehen; man unterlässt den Gebrauch falscher, entzweiender, harter oder unsinniger Rede; Zufriedenheit, Wohlwollen und rechte Ansicht.

Welche zehn Dinge sind schwer zu erfassen? Zehn Aufenthalte der Edlen: Da hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben, besitzt sechs Faktoren, hat einen einzigen Wächter, hat vier Arten von Rückhalt, hat eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt, hat das Suchen vollständig hinter sich gelassen, hat reine Absichten, hat den körperlichen Ablauf gestillt und ist im Herzen gut befreit und durch Weisheit gut befreit.

Und wie hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben? Da hat ein Mönch sinnliches Begehren, bösen Willen, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel aufgegeben. So hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben.

Und wie besitzt ein Mönch sechs Faktoren? Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst. Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet … Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst. So besitzt ein Mönch sechs Faktoren.

Und wie hat ein Mönch einen einzigen Wächter? Da wird das Herz eines Mönchs von Achtsamkeit bewacht. So hat ein Mönch einen einzigen Wächter.

Und wie hat ein Mönch vier Arten von Rückhalt? Da gebraucht ein Mönch nach Abschätzung manche Dinge, nach Abschätzung erträgt er manche Dinge, nach Abschätzung geht er manchen Dingen aus dem Weg und nach Abschätzung beseitigt er manche Dinge. So hat ein Mönch vier Arten von Rückhalt.

Und wie hat ein Mönch eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt? Verschiedene Asketen und Brahmanen deuten die Wahrheit unterschiedlich auf eigenwillige Weise. Ein Mönch hat all diese zerstreut, beseitigt, verworfen, ausgeräumt, freigemacht, aufgegeben und davon abgelassen. So hat ein Mönch eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt.

Und wie hat ein Mönch das Suchen vollständig hinter sich gelassen? Da sucht ein Mönch nicht mehr nach Sinnenfreuden, nach fortgesetztem Dasein oder nach einem geistlichen Pfad. So hat ein Mönch das Suchen vollständig hinter sich gelassen.

Und wie hat ein Mönch reine Absichten? Da hat ein Mönch sinnliche, böswillige und grausame Absichten aufgegeben. So hat ein Mönch reine Absichten.

Und wie hat ein Mönch den körperlichen Ablauf gestillt? Da tritt ein Mönch, indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. So hat ein Mönch den körperlichen Ablauf gestillt.

Und wie ist ein Mönch im Herzen gut befreit? Da ist der Geist eines Mönchs von Gier, Hass und Täuschung befreit. So ist ein Mönch im Herzen gut befreit.

Und wie ist ein Mönch durch Weisheit gut befreit? Da versteht ein Mönch: ‚Ich habe Gier, Hass und Täuschung aufgegeben, habe sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.‘ So ist ein Mönch durch Weisheit gut befreit.

Welche zehn Dinge müssen hervorgebracht werden? Zehn Wahrnehmungen: die Wahrnehmung des Abstoßenden, die Wahrnehmung des Todes, die Wahrnehmung der Widerwärtigkeit der Nahrung, die Wahrnehmung der Entfremdung von der ganzen Welt, die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens, die Wahrnehmung des Schwindens und die Wahrnehmung des Aufhörens.

Welche zehn Dinge müssen unmittelbar eingesehen werden? Zehn Grundlagen für das Abtragen: Jemand mit rechter Ansicht hat falsche Ansicht abgetragen. Und die vielen schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgrund falscher Ansicht entstehen, auch die hat er abgetragen. Jemand mit rechtem Denken hat falsches Denken abgetragen. … Jemand mit rechter Rede hat falsche Rede abgetragen. … Jemand mit rechtem Handeln hat falsches Handeln abgetragen. … Jemand mit rechtem Lebenserwerb hat falschen Lebenserwerb abgetragen. … Jemand mit rechtem Einsatz hat falschen Einsatz abgetragen. … Jemand mit rechter Achtsamkeit hat falsche Achtsamkeit abgetragen. … Jemand mit rechter Versenkung hat falsche Versenkung abgetragen. … Jemand mit rechtem Erkennen hat falsches Erkennen abgetragen. … Jemand mit rechter Freiheit hat falsche Freiheit abgetragen. Und die vielen schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgrund falscher Freiheit entstehen, auch die hat er abgetragen.

Welche zehn Dinge müssen verwirklicht werden? Zehn Eigenschaften eines der Schulung Entwachsenen: rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit, rechte Versenkung, rechtes Erkennen und rechte Freiheit eines der Schulung Entwachsenen.

Daher wurden diese hundert Dinge, die wahr sind, wirklich, zutreffend, nicht unwirklich, nicht anders, vom Klargewordenen richtig verstanden.“ Das sagte der Ehrwürdige Sāriputta. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Ehrwürdigen Sāriputta.

Die Langen Lehrreden sind abgeschlossen.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).