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Dhp 197-208

15. Das Kapitel über Glück

Sukhavagga

aus: Dhammasprüche 197–208

15. Das Kapitel über Glück

Wir wollen so überaus glücklich leben,
voller Liebe unter den Feinden.
Unter feindlichen Menschen
wollen wir voller Liebe leben.

Wir wollen so überaus glücklich leben,
gesund unter den Kranken.
Unter kranken Menschen
wollen wir gesund leben.

Wir wollen so überaus glücklich leben,
zufrieden unter den Gierigen.
Unter gierigen Menschen
wollen wir zufrieden leben.

Wir wollen so überaus glücklich leben,
wir, die wir nichts haben.
Von Ekstase werden wir uns ernähren
wie die Götter von strahlendem Glanz.

Sieg brütet Feindschaft aus;
der Besiegte schläft schlecht.
Die Friedvollen schlafen gut,
nachdem sie Sieg und Niederlage hinter sich gelassen haben.

Es gibt kein Feuer wie Gier,
kein Verbrechen wie Hass,
kein Leiden wie die Aggregate,
keine Seligkeit höher als Frieden.

Hunger ist die schlimmste Krankheit,
Bedingungen sind das schlimmste Leiden.
Für einen, der das wahrhaftig erkennt,
ist das Erlöschen das höchste Glück.

Gesundheit ist der beste Gewinn,
Zufriedenheit der beste Reichtum;
Vertrauen ist die beste Familie,
das Erlöschen das höchste Glück.

Wenn du den Nektar der Abgeschiedenheit
und den Nektar des Friedens getrunken hast,
frei von Bedrängnis, frei von Bösem,
dann trink den erquicklichen Nektar der Wahrheit.

Es ist gut, die Edlen zu sehen,
bei ihnen zu sein ist immer gut.
Sähest du keine Toren,
wärst du immer glücklich.

Denn wer mit Toren zusammenkommt,
ist lange bekümmert.
Schmerzhaft ist es, mit Toren zu leben,
wie wenn man bei seinen Feinden festsäße.
Glücklich ist es, mit einem Bedächtigen zu leben,
wie wenn man seine Familie träfe.

Daher:
Einem Bedächtigen, weise und gelehrt,
einem Tugendkoloss, seinen Gelübden treu, edel –
solch einem verständigen wahren Menschen folge,
wie der Mond dem Pfad der Sterne folgt.

Übersetzung: Deutsch (Ayyā Sabbamittā), English (Bhikkhu Sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).

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