MN43
Die große Ausarbeitung
Mahāvedallasutta
So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.
Da kam der Ehrwürdige Mahākoṭṭhita am späten Nachmittag aus seiner Klausur, ging zum Ehrwürdigen Sāriputta und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte Mahākoṭṭhita sich zur Seite hin und sagte zu Sāriputta:
„Geehrter, man spricht von einem ‚geistlosen Menschen‘. Inwiefern gibt es einen geistlosen Menschen?“
„Geehrter, er versteht nicht; darum nennt man ihn geistlos. Und was versteht er nicht? Er versteht nicht: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Er versteht nicht; darum nennt man ihn geistlos.“
Mit den Worten: „Gut, Geehrter“ begrüßte Mahākoṭṭhita die Worte Sāriputtas und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:
„Man spricht von einem ‚weisen Menschen‘. Inwiefern gibt es einen weisen Menschen?“
„Er versteht; darum nennt man ihn weise. Und was versteht er? Er versteht: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Er versteht; darum nennt ihn weise.“
„Man spricht vom ‚Bewusstsein‘. Inwiefern gibt es Bewusstsein?“
„Es weiß; darum nennt man es ‚Bewusstsein‘. Und was weiß es? Es weiß um ‚angenehm‘ und ‚schmerzhaft‘ und ‚neutral‘. Es weiß; darum nennt man es ‚Bewusstsein‘.“
„Weisheit und Bewusstsein – sind diese Dinge vermischt oder getrennt? Und kann man sie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann?“
„Weisheit und Bewusstsein – diese Dinge sind vermischt, nicht getrennt. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann. Denn man versteht, was man weiß, und man weiß, was man versteht. Darum sind diese Dinge vermischt, nicht getrennt. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann.“
„Weisheit und Bewusstsein – was ist der Unterschied zwischen diesen Dingen, die vermischt sind, nicht getrennt?“ „Der Unterschied zwischen diesen Dingen besteht darin, dass Weisheit entwickelt werden muss, während Bewusstsein vollständig verstanden werden muss.“
„Man spricht von dieser Sache, die ‚Gefühl‘ genannt wird. Inwiefern gibt es Gefühl?“
„Es fühlt; darum nennt man es ‚Gefühl‘. Und was fühlt es? Es fühlt Angenehmes, Schmerzhaftes und Neutrales. Es fühlt; darum nennt man es ‚Gefühl‘.“
„Man spricht von dieser Sache, die ‚Wahrnehmung‘ genannt wird. Inwiefern gibt es Wahrnehmung?“
„Es nimmt wahr; darum nennt man es ‚Wahrnehmung‘. Und was nimmt es wahr? Es nimmt Blau, Gelb, Rot und Weiß wahr. Es nimmt wahr; darum nennt man es ‚Wahrnehmung‘.“
„Gefühl, Wahrnehmung und Bewusstsein – sind diese Dinge vermischt oder getrennt? Und kann man sie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann?“
„Gefühl, Wahrnehmung und Bewusstsein – diese Dinge sind vermischt, nicht getrennt. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann. Denn man nimmt wahr, was man fühlt, und man weiß, was man wahrnimmt. Darum sind diese Dinge vermischt, nicht getrennt. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann.“
„Was kann von einem geläuterten Geistbewusstsein, das von den fünf Sinnen frei ist, erkannt werden?“
„Im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, kann es die Dimension des unendlichen Raumes erkennen. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, kann es die Dimension des unendlichen Bewusstseins erkennen. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, kann es die Dimension des Nichts erkennen.“
„Wie versteht man etwas, das erkannt werden kann?“
„Man versteht etwas, das erkannt werden kann, mit dem Auge der Weisheit.“
„Was ist der Zweck der Weisheit?“
„Der Zweck der Weisheit ist unmittelbare Einsicht, vollständiges Verstehen und Aufgeben.“
„Wie viele Bedingungen gibt es für das Aufkommen rechter Ansicht?“
„Es gibt zwei Bedingungen für das Aufkommen rechter Ansicht: die Stimme eines anderen und wohlüberlegter Gebrauch des Geistes. Das sind die beiden Bedingungen für das Aufkommen rechter Ansicht.“
„Von wie vielen Faktoren muss rechte Ansicht getragen sein, sodass sie Freiheit des Herzens und Freiheit durch Weisheit als Frucht und Vorteil hat?“
„Wenn rechte Ansicht von fünf Faktoren getragen wird, hat sie Freiheit des Herzens und Freiheit durch Weisheit als Frucht und Vorteil. Da wird rechte Ansicht von Tugend, Gelehrsamkeit, Erörterung, Sammlung und Klarsicht getragen. Wenn rechte Ansicht von diesen fünf Faktoren getragen wird, hat sie Freiheit des Herzens und Freiheit durch Weisheit als Frucht und Vorteil.“
„Wie viele Daseinszustände gibt es?“
„Es gibt drei Daseinszustände: Dasein im Bereich der Sinne, im Bereich der leuchtenden Form und im formlosen Bereich.“
„Aber wie gibt es künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes?“
„Es geschieht, weil die Lebewesen, die von Unwissenheit eingehüllt und von Verlangen gefesselt sind, sich überall vergnügen, wo sie ankommen. So gibt es künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes.“
„Aber wie gibt es kein künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes?“
„Es geschieht, wenn Unwissenheit schwindet, Wissen erscheint und Verlangen aufhört. So gibt es kein künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes.“
„Aber was ist die erste Vertiefung?“
„Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält. Das nennt man die erste Vertiefung.“
„Aber wie viele Faktoren hat die erste Vertiefung?“
„Die erste Vertiefung hat fünf Faktoren. Wenn ein Mönch in die erste Vertiefung eingetreten ist, sind Ausrichten und Halten des Geistes, Ekstase, Seligkeit und Einswerden des Geistes gegenwärtig. So hat die erste Vertiefung fünf Faktoren.“
„Aber wie viele Faktoren hat die erste Vertiefung aufgegeben und wie viele besitzt sie?“
„Die erste Vertiefung hat fünf Faktoren aufgegeben und besitzt fünf Faktoren. Wenn ein Mönch in die erste Vertiefung eingetreten ist, sind sinnliches Begehren, böser Wille, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel aufgegeben. Ausrichten und Halten des Geistes, Ekstase, Seligkeit und Einswerden des Geistes sind gegenwärtig. So hat die erste Vertiefung fünf Faktoren aufgegeben und besitzt fünf Faktoren.“
„Fünf Fähigkeiten haben ihr je eigenes Hoheitsgebiet und Revier und erfahren nicht die Hoheitsgebiete und Reviere der andern, nämlich die Fähigkeit des Auges, des Ohrs, der Nase, der Zunge und des Körpers. Worauf greifen diese fünf Fähigkeiten mit ihrem je eigenen Hoheitsgebiet und Revier zurück? Was erfährt ihre Hoheitsgebiete und Reviere?“ „Diese fünf Fähigkeiten mit ihrem je eigenen Hoheitsgebiet und Revier greifen auf den Geist zurück. Der Geist erfährt ihre Hoheitsgebiete und Reviere.“ „Wovon hängen diese fünf Fähigkeiten ab, um fortzubestehen?“ „Diese fünf Fähigkeiten hängen von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.“
„Aber wovon hängt die Lebensenergie ab, um fortzubestehen?“
„Die Lebensenergie hängt von der Wärme ab, um fortzubestehen.“
„Aber wovon hängt die Wärme ab, um fortzubestehen?“
„Die Wärme hängt von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.“
„Gerade habe ich dich so verstanden: ‚Die Lebensenergie hängt von der Wärme ab, um fortzubestehen.‘ Und jetzt habe ich dich auch so verstanden: ‚Die Wärme hängt von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.‘ Wie ist da die Bedeutung dieser Aussage zu verstehen?“
„Nun, Geehrter, ich will dir ein Gleichnis geben. Denn mithilfe eines Gleichnisses verstehen manche vernünftigen Menschen die Bedeutung des Gesagten. Wie wenn da eine Öllampe brennt. Das Licht erscheint in Abhängigkeit von der Flamme, und die Flamme erscheint in Abhängigkeit vom Licht. Ebenso hängt die Lebensenergie von der Wärme ab, um fortzubestehen, und die Wärme hängt von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.“
„Sind die Lebenskräfte und die Erscheinungen, die gefühlt werden, ein und dasselbe? Oder sind sind die Lebenskräfte ein Ding und die Erscheinungen, die gefühlt werden, ein anderes?“
„Die Lebenskräfte und die Erscheinungen, die gefühlt werden, sind nicht ein und dasselbe. Denn wenn die Lebenskräfte und die Erscheinungen, die gefühlt werden, ein und dasselbe wären, würde ein Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, aus diesem Zustand nicht heraustreten. Aber da die Lebenskräfte ein Ding sind und die Erscheinungen, die gefühlt werden, ein anderes, kann ein Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, aus diesem Zustand heraustreten.“
„Wie viele Dinge muss dieser Körper verlieren, bevor er verlassen daliegt, weggeworfen wie ein gefühlloses Stück Holz?“
„Dieser Körper muss drei Dinge verlieren, bevor er verlassen daliegt, weggeworfen wie ein gefühlloses Stück Holz: Lebensenergie, Wärme und Bewusstsein.“
„Was ist der Unterschied zwischen jemandem, der gestorben ist, und einem Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat?“
„Wenn jemand stirbt, haben seine körperlichen, sprachlichen und geistigen Vorgänge aufgehört und sind gestillt, seine Lebensenergie ist aufgebraucht, seine Wärme ist abgekühlt und seine Sinne haben sich aufgelöst. Wenn ein Mönch das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben seine körperlichen, sprachlichen und geistigen Vorgänge aufgehört und sind gestillt. Aber seine Lebensenergie ist nicht aufgebraucht, seine Wärme ist nicht abgekühlt und seine Sinne sind sehr klar. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der gestorben ist, und einem Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat.“
„Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um die neutrale Erlösung des Herzens zu erlangen?“
„Vier Bedingungen müssen erfüllt sein, um die neutrale Erlösung des Herzens zu erlangen: Indem man Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt man in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. Diese vier Bedingungen müssen erfüllt sein, um die neutrale Erlösung des Herzens zu erlangen.“
„Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um die merkmalslose Erlösung des Herzens zu erlangen?“
„Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, um die merkmalslose Erlösung des Herzens zu erlangen: den Geist von allen Merkmalen abwenden und ihn dem merkmalslosen Element zuwenden. Diese beiden Bedingungen müssen erfüllt sein, um die merkmalslose Erlösung des Herzens zu erlangen.“
„Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um in der merkmalslosen Erlösung des Herzens zu verweilen?“
„Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, um in der merkmalslosen Erlösung des Herzens zu verweilen: den Geist von allen Merkmalen abwenden, ihn dem merkmalslosen Element zuwenden und ein vorheriger Entschluss. Diese drei Bedingungen müssen erfüllt sein, um in der merkmalslosen Erlösung des Herzens zu verweilen.“
„Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um aus der merkmalslosen Erlösung des Herzens herauszutreten?“
„Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, um aus der merkmalslosen Erlösung des Herzens herauszutreten: den Geist allen Merkmalen zuwenden und ihn vom merkmalslosen Element abwenden. Diese beiden Bedingungen müssen erfüllt sein, um aus der merkmalslosen Erlösung des Herzens herauszutreten.“
„Die grenzenlose Erlösung des Herzens, die Erlösung des Herzens im Nichts, die Erlösung des Herzens in der Leerheit und die merkmalslose Erlösung des Herzens: Unterscheiden sie sich sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise? Oder haben sie die gleiche Bedeutung und unterscheiden sich nur in der Ausdrucksweise?“
„Es gibt eine Methode, nach der diese Dinge sich sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise unterscheiden. Aber es gibt auch eine Methode, nach der sie die gleiche Bedeutung haben und sich nur in der Ausdrucksweise unterscheiden.
Und was ist die Methode, nach der sie sich sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise unterscheiden?
Da meditiert ein Mönch, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen. Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt … Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme durchdringt … Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Gleichmut durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen. Das nennt man die grenzenlose Erlösung des Herzens.
Und was ist die Erlösung des Herzens im Nichts? Da übersteigt ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin. Das nennt man die Erlösung des Herzens im Nichts.
Und was ist die Erlösung des Herzens in der Leerheit? Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte und denkt nach: ‚Das ist leer von einem Selbst oder von etwas, das zu einem Selbst gehört.‘ Das nennt man die Erlösung des Herzens in der Leerheit.
Und was ist die merkmalslose Erlösung des Herzens? Da tritt ein Mönch, indem er den Geist von allen Merkmalen abwendet, in die merkmalslose Versenkung des Herzens ein und verweilt darin. Das nennt man die merkmalslose Erlösung des Herzens.
Das ist die Methode, nach der diese Dinge sich sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise unterscheiden.
Und was ist die Methode, nach der sie die gleiche Bedeutung haben und sich nur in der Ausdrucksweise unterscheiden?
Gier zieht Grenzen, Hass zieht Grenzen, Täuschung zieht Grenzen. Ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, hat diese aufgegeben, sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können. Die unerschütterliche Erlösung des Herzens gilt als die beste Art der grenzenlosen Erlösung des Herzens. Diese unerschütterliche Erlösung des Herzens ist leer von Gier, Hass und Täuschung.
Gier ist etwas, Hass ist etwas, Täuschung ist etwas. Ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, hat diese aufgegeben, sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können. Die unerschütterliche Erlösung des Herzens gilt als die beste Art der Erlösung des Herzens im Nichts. Diese unerschütterliche Erlösung des Herzens ist leer von Gier, Hass und Täuschung.
Gier verleiht ein Merkmal, Hass verleiht ein Merkmal, Täuschung verleiht ein Merkmal. Ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, hat diese aufgegeben, sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können. Die unerschütterliche Erlösung des Herzens gilt als die beste Art der merkmalslosen Erlösung des Herzens. Diese unerschütterliche Erlösung des Herzens ist leer von Gier, Hass und Täuschung.
Das ist die Methode, nach der diese Dinge die gleiche Bedeutung haben und sich nur in der Ausdrucksweise unterscheiden.“
Das sagte der Ehrwürdige Sāriputta. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Mahākoṭṭhita die Worte des Ehrwürdigen Sāriputta.
So I have heard. At one time the Buddha was staying near Sāvatthī in Jeta’s Grove, Anāthapiṇḍika’s monastery.
Then in the late afternoon, Venerable Mahākoṭṭhita came out of retreat, went to Venerable Sāriputta, and exchanged greetings with him. When the greetings and polite conversation were over, he sat down to one side and said to Sāriputta:
“Reverend, they speak of ‘a witless person’. How is a witless person defined?”
“Reverend, they’re called witless because they don’t understand. And what don’t they understand? They don’t understand: ‘This is suffering’ … ‘This is the origin of suffering’ … ‘This is the cessation of suffering’ … ‘This is the practice that leads to the cessation of suffering.’ They’re called witless because they don’t understand.”
Saying “Good, reverend,” Mahākoṭṭhita approved and agreed with what Sāriputta said. Then he asked another question:
“They speak of ‘a wise person’. How is a wise person defined?”
“They’re called wise because they understand. And what do they understand? They understand: ‘This is suffering’ … ‘This is the origin of suffering’ … ‘This is the cessation of suffering’ … ‘This is the practice that leads to the cessation of suffering.’ They’re called wise because they understand.”
“They speak of ‘consciousness’. How is consciousness defined?”
“It’s called consciousness because it cognizes. And what does it cognize? It cognizes ‘pleasure’ and ‘pain’ and ‘neutral’. It’s called consciousness because it cognizes.”
“Wisdom and consciousness— are these things mixed or separate? And can we completely disentangle them so as to describe the difference between them?”
“Wisdom and consciousness— these things are mixed, not separate. And you can never completely disentangle them so as to describe the difference between them. For you understand what you cognize, and you cognize what you understand. That’s why these things are mixed, not separate. And you can never completely disentangle them so as to describe the difference between them.”
“Wisdom and consciousness— what is the difference between these things that are mixed, not separate?” “The difference between these things is that wisdom should be developed, while consciousness should be completely understood.”
“They speak of this thing called ‘feeling’. How is feeling defined?”
“It’s called feeling because it feels. And what does it feel? It feels pleasure, pain, and neutral. It’s called feeling because it feels.”
“They speak of this thing called ‘perception’. How is perception defined?”
“It’s called perception because it perceives. And what does it perceive? It perceives blue, yellow, red, and white. It’s called perception because it perceives.”
“Feeling, perception, and consciousness— are these things mixed or separate? And can we completely disentangle them so as to describe the difference between them?”
“Feeling, perception, and consciousness— these things are mixed, not separate. And you can never completely disentangle them so as to describe the difference between them. For you perceive what you feel, and you cognize what you perceive. That’s why these things are mixed, not separate. And you can never completely disentangle them so as to describe the difference between them.”
“What can be known by purified mind consciousness released from the five senses?”
“Aware that ‘space is infinite’ it can know the dimension of infinite space. Aware that ‘consciousness is infinite’ it can know the dimension of infinite consciousness. Aware that ‘there is nothing at all’ it can know the dimension of nothingness.”
“How do you understand something that can be known?”
“You understand something that can be known with the eye of wisdom.”
“What is the goal of wisdom?”
“The goal of wisdom is direct knowledge, complete understanding, and giving up.”
“How many conditions are there for the arising of right view?”
“There are two conditions for the arising of right view: the voice of another and rational application of mind. These are the two conditions for the arising of right view.”
“When right view is supported by how many factors does it have freedom of heart and freedom by wisdom as its fruit and benefit?”
“When right view is supported by five factors it has freedom of heart and freedom by wisdom as its fruit and benefit. It’s when right view is supported by ethics, learning, discussion, serenity, and discernment. When right view is supported by these five factors it has freedom of heart and freedom by wisdom as its fruit and benefit.”
“How many states of existence are there?”
“Reverend, there are these three states of existence. Existence in the sensual realm, the realm of luminous form, and the formless realm.”
“But how is there regeneration into a new state of existence in the future?”
“It’s because of sentient beings—shrouded by ignorance and fettered by craving—taking pleasure wherever they land. That’s how there is regeneration into a new state of existence in the future.”
“But how is there no regeneration into a new state of existence in the future?”
“It’s when ignorance fades away, knowledge arises, and craving ceases. That’s how there is no regeneration into a new state of existence in the future.”
“But what, reverend, is the first absorption?”
“Reverend, it’s when a mendicant, quite secluded from sensual pleasures, secluded from unskillful qualities, enters and remains in the first absorption, which has the rapture and bliss born of seclusion, while placing the mind and keeping it connected. This is called the first absorption.”
“But how many factors does the first absorption have?”
“The first absorption has five factors. When a mendicant has entered the first absorption, placing the mind, keeping it connected, rapture, bliss, and unification of mind are present. That’s how the first absorption has five factors.”
“But how many factors has the first absorption given up and how many does it possess?”
“The first absorption has given up five factors and possesses five factors. When a mendicant has entered the first absorption, sensual desire, ill will, dullness and drowsiness, restlessness and remorse, and doubt are given up. Placing the mind, keeping it connected, rapture, bliss, and unification of mind are present. That’s how the first absorption has given up five factors and possesses five factors.”
“Reverend, these five faculties have different domains and different ranges, and don’t experience each others’ domain and range. That is, the faculties of the eye, ear, nose, tongue, and body. What do these five faculties, with their different domains and ranges, have recourse to? What experiences their domains and ranges?” “These five faculties, with their different domains and ranges, have recourse to the mind. And the mind experiences their domains and ranges.” “These five faculties depend on what to continue?” “These five faculties depend on vitality to continue.”
“But what does vitality depend on to continue?”
“Vitality depends on warmth to continue.”
“But what does warmth depend on to continue?”
“Warmth depends on vitality to continue.”
“Just now I understood you to say: ‘Vitality depends on warmth to continue.’ But I also understood you to say: ‘Warmth depends on vitality to continue.’ How then should we see the meaning of this statement?”
“Well then, reverend, I shall give you a simile. For by means of a simile some sensible people understand the meaning of what is said. Suppose there was an oil lamp burning. The luminosity appears dependent on the flame, and the flame appears dependent on the luminosity. In the same way, vitality depends on warmth to continue, and warmth depends on vitality to continue.”
“Are the vital forces and the phenomena that are felt one and the same? Or are the vital forces one thing, and the phenomena that are felt another?”
“The vital forces are not the same things as the phenomena that are felt. For if the vital forces and the phenomena that are felt were the same things, a mendicant who had attained the cessation of perception and feeling would not emerge from it. But because the vital forces and the phenomena that are felt are different things, a mendicant who has attained the cessation of perception and feeling can emerge from it.”
“How many things must this body lose before it lies abandoned, tossed aside like an insentient log?”
“This body must lose three things before it lies abandoned, tossed aside like an insentient log: vitality, warmth, and consciousness.”
“What’s the difference between someone who has passed away and a mendicant who has attained the cessation of perception and feeling?”
“When someone dies, their physical, verbal, and mental processes have ceased and stilled; their vitality is spent; their warmth is dissipated; and their faculties have disintegrated. When a mendicant has attained the cessation of perception and feeling, their physical, verbal, and mental processes have ceased and stilled. But their vitality is not spent; their warmth is not dissipated; and their faculties are very clear. That’s the difference between someone who has passed away and a mendicant who has attained the cessation of perception and feeling.”
“How many conditions are necessary to attain the neutral release of the heart?”
“Four conditions are necessary to attain the neutral release of the heart. With the giving up of pleasure and pain and the disappearance of former happiness and sadness, a mendicant enters and remains in the fourth absorption, without pleasure or pain, with pure equanimity and mindfulness. These four conditions are necessary to attain the neutral release of the heart.”
“How many conditions are necessary to attain the signless release of the heart?”
“Two conditions are necessary to attain the signless release of the heart: not focusing on any signs, and focusing on the signless. These two conditions are necessary to attain the signless release of the heart.”
“How many conditions are necessary to remain in the signless release of the heart?”
“Three conditions are necessary to remain in the signless release of the heart: not focusing on any signs, focusing on the signless, and a previous determination. These three conditions are necessary to remain in the signless release of the heart.”
“How many conditions are necessary to emerge from the signless release of the heart?”
“Two conditions are necessary to emerge from the signless release of the heart: focusing on all signs, and not focusing on the signless. These two conditions are necessary to emerge from the signless release of the heart.”
“The limitless release of the heart, and the release of the heart through nothingness, and the release of the heart through emptiness, and the signless release of the heart: do these things differ in both meaning and phrasing? Or do they mean the same thing, and differ only in the phrasing?”
“There is a way in which these things differ in both meaning and phrasing. But there’s also a way in which they mean the same thing, and differ only in the phrasing.
And what’s the way in which these things differ in both meaning and phrasing?
Firstly, a mendicant meditates spreading a heart full of love to one direction, and to the second, and to the third, and to the fourth. In the same way above, below, across, everywhere, all around, they spread a heart full of love to the whole world—abundant, expansive, limitless, free of enmity and ill will. They meditate spreading a heart full of compassion … They meditate spreading a heart full of rejoicing … They meditate spreading a heart full of equanimity to one direction, and to the second, and to the third, and to the fourth. In the same way above, below, across, everywhere, all around, they spread a heart full of equanimity to the whole world—abundant, expansive, limitless, free of enmity and ill will. This is called the limitless release of the heart.
And what is the release of the heart through nothingness? It’s when a mendicant, going totally beyond the dimension of infinite consciousness, aware that ‘there is nothing at all’, enters and remains in the dimension of nothingness. This is called the heart’s release through nothingness.
And what is the release of the heart through emptiness? It’s when a mendicant has gone to a wilderness, or to the root of a tree, or to an empty hut, and reflects like this: ‘This is empty of a self or what belongs to a self.’ This is called the release of the heart through emptiness.
And what is the signless release of the heart? It’s when a mendicant, not focusing on any signs, enters and remains in the signless immersion of the heart. This is called the signless release of the heart.
This is the way in which these things differ in both meaning and phrasing.
And what’s the way in which they mean the same thing, and differ only in the phrasing?
Greed, hate, and delusion are makers of limits. A mendicant who has ended the defilements has given these up, cut them off at the root, made them like a palm stump, and obliterated them, so they are unable to arise in the future. The unshakable release of the heart is said to be the best kind of limitless release of the heart. That unshakable release of the heart is empty of greed, hate, and delusion.
Greed is something, hate is something, and delusion is something. A mendicant who has ended the defilements has given these up, cut them off at the root, made them like a palm stump, and obliterated them, so they are unable to arise in the future. The unshakable release of the heart is said to be the best kind of release of the heart through nothingness. That unshakable release of the heart is empty of greed, hate, and delusion.
Greed, hate, and delusion are makers of signs. A mendicant who has ended the defilements has given these up, cut them off at the root, made them like a palm stump, and obliterated them, so they are unable to arise in the future. The unshakable release of the heart is said to be the best kind of signless release of the heart. That unshakable release of the heart is empty of greed, hate, and delusion.
This is the way in which they mean the same thing, and differ only in the phrasing.”
This is what Venerable Sāriputta said. Satisfied, Venerable Mahākoṭṭhita approved what Sāriputta said.
Evaṁ me sutaṁ— ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme.
Atha kho āyasmā mahākoṭṭhiko sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito yenāyasmā sāriputto tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā sāriputtena saddhiṁ sammodi. Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā mahākoṭṭhiko āyasmantaṁ sāriputtaṁ etadavoca:
“‘Duppañño duppañño’ti, āvuso, vuccati. Kittāvatā nu kho, āvuso, duppaññoti vuccatī”ti?
“‘Nappajānāti nappajānātī’ti kho, āvuso, tasmā duppaññoti vuccati. Kiñca nappajānāti? ‘Idaṁ dukkhan’ti nappajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti nappajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti nappajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti nappajānāti. ‘Nappajānāti nappajānātī’ti kho, āvuso, tasmā duppaññoti vuccatī”ti.
“Sādhāvuso”ti kho āyasmā mahākoṭṭhiko āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā āyasmantaṁ sāriputtaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi:
“‘Paññavā paññavā’ti, āvuso, vuccati. Kittāvatā nu kho, āvuso, paññavāti vuccatī”ti?
“‘Pajānāti pajānātī’ti kho, āvuso, tasmā paññavāti vuccati. Kiñca pajānāti? ‘Idaṁ dukkhan’ti pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti pajānāti. ‘Pajānāti pajānātī’ti kho, āvuso, tasmā paññavāti vuccatī”ti.
“‘Viññāṇaṁ viññāṇan’ti, āvuso, vuccati. Kittāvatā nu kho, āvuso, viññāṇanti vuccatī”ti?
“‘Vijānāti vijānātī’ti kho, āvuso, tasmā viññāṇanti vuccati. Kiñca vijānāti? Sukhantipi vijānāti, dukkhantipi vijānāti, adukkhamasukhantipi vijānāti. ‘Vijānāti vijānātī’ti kho, āvuso, tasmā viññāṇanti vuccatī”ti.
“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ— ime dhammā saṁsaṭṭhā udāhu visaṁsaṭṭhā? Labbhā ca panimesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti?
“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ— ime dhammā saṁsaṭṭhā, no visaṁsaṭṭhā. Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetuṁ. Yaṁ hāvuso, pajānāti taṁ vijānāti, yaṁ vijānāti taṁ pajānāti. Tasmā ime dhammā saṁsaṭṭhā, no visaṁsaṭṭhā. Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti.
“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ— imesaṁ dhammānaṁ saṁsaṭṭhānaṁ no visaṁsaṭṭhānaṁ kiṁ nānākaraṇan”ti? imesaṁ dhammānaṁ saṁsaṭṭhānaṁ no visaṁsaṭṭhānaṁ paññā bhāvetabbā, viññāṇaṁ pariññeyyaṁ.
“‘Vedanā vedanā’ti, āvuso, vuccati. Kittāvatā nu kho, āvuso, vedanāti vuccatī”ti?
“‘Vedeti vedetī’ti kho, āvuso, tasmā vedanāti vuccati. Kiñca vedeti? Sukhampi vedeti, dukkhampi vedeti, adukkhamasukhampi vedeti. ‘Vedeti vedetī’ti kho, āvuso, tasmā vedanāti vuccatī”ti.
“‘Saññā saññā’ti, āvuso, vuccati. Kittāvatā nu kho, āvuso, saññāti vuccatī”ti?
“‘Sañjānāti sañjānātī’ti kho, āvuso, tasmā saññāti vuccati. Kiñca sañjānāti? Nīlakampi sañjānāti, pītakampi sañjānāti, lohitakampi sañjānāti, odātampi sañjānāti. ‘Sañjānāti sañjānātī’ti kho, āvuso, tasmā saññāti vuccatī”ti.
“Yā cāvuso, vedanā yā ca saññā yañca viññāṇaṁ— ime dhammā saṁsaṭṭhā udāhu visaṁsaṭṭhā? Labbhā ca panimesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti?
“Yā cāvuso, vedanā yā ca saññā yañca viññāṇaṁ— ime dhammā saṁsaṭṭhā, no visaṁsaṭṭhā. Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetuṁ. Yaṁ hāvuso, vedeti taṁ sañjānāti, yaṁ sañjānāti taṁ vijānāti. Tasmā ime dhammā saṁsaṭṭhā no visaṁsaṭṭhā. Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti.
“Nissaṭṭhena hāvuso, pañcahi indriyehi parisuddhena manoviññāṇena kiṁ neyyan”ti?
“Nissaṭṭhena, āvuso, pañcahi indriyehi parisuddhena manoviññāṇena ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ neyyaṁ, ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ neyyaṁ, ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ neyyan”ti.
“Neyyaṁ panāvuso, dhammaṁ kena pajānātī”ti?
“Neyyaṁ kho, āvuso, dhammaṁ paññācakkhunā pajānātī”ti.
“Paññā panāvuso, kimatthiyā”ti?
“Paññā kho, āvuso, abhiññatthā pariññatthā pahānatthā”ti.
“Kati panāvuso, paccayā sammādiṭṭhiyā uppādāyā”ti?
“Dve kho, āvuso, paccayā sammādiṭṭhiyā uppādāya— parato ca ghoso, yoniso ca manasikāro. Ime kho, āvuso, dve paccayā sammādiṭṭhiyā uppādāyā”ti.
“Katihi panāvuso, aṅgehi anuggahitā sammādiṭṭhi cetovimuttiphalā ca hoti cetovimuttiphalānisaṁsā ca, paññāvimuttiphalā ca hoti paññāvimuttiphalānisaṁsā cā”ti?
“Pañcahi kho, āvuso, aṅgehi anuggahitā sammādiṭṭhi cetovimuttiphalā ca hoti cetovimuttiphalānisaṁsā ca, paññāvimuttiphalā ca hoti paññāvimuttiphalānisaṁsā ca. Idhāvuso, sammādiṭṭhi sīlānuggahitā ca hoti, sutānuggahitā ca hoti, sākacchānuggahitā ca hoti, samathānuggahitā ca hoti, vipassanānuggahitā ca hoti. Imehi kho, āvuso, pañcahaṅgehi anuggahitā sammādiṭṭhi cetovimuttiphalā ca hoti cetovimuttiphalānisaṁsā ca, paññāvimuttiphalā ca hoti paññāvimuttiphalānisaṁsā cā”ti.
“Kati panāvuso, bhavā”ti?
“Tayome, āvuso, bhavā— kāmabhavo, rūpabhavo, arūpabhavo”ti.
“Kathaṁ panāvuso, āyatiṁ punabbhavābhinibbatti hotī”ti?
“Avijjānīvaraṇānaṁ kho, āvuso, sattānaṁ taṇhāsaṁyojanānaṁ tatratatrābhinandanā— evaṁ āyatiṁ punabbhavābhinibbatti hotī”ti.
“Kathaṁ panāvuso, āyatiṁ punabbhavābhinibbatti na hotī”ti?
“Avijjāvirāgā kho, āvuso, vijjuppādā taṇhānirodhā— evaṁ āyatiṁ punabbhavābhinibbatti na hotī”ti.
“Katamaṁ panāvuso, paṭhamaṁ jhānan”ti?
“Idhāvuso, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati— idaṁ vuccati, āvuso, paṭhamaṁ jhānan”ti.
“Paṭhamaṁ panāvuso, jhānaṁ katiaṅgikan”ti?
“Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ pañcaṅgikaṁ. Idhāvuso, paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa bhikkhuno vitakko ca vattati, vicāro ca pīti ca sukhañca cittekaggatā ca. Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ evaṁ pañcaṅgikan”ti.
“Paṭhamaṁ panāvuso, jhānaṁ kataṅgavippahīnaṁ kataṅgasamannāgatan”ti?
“Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ pañcaṅgavippahīnaṁ, pañcaṅgasamannāgataṁ. Idhāvuso, paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa bhikkhuno kāmacchando pahīno hoti, byāpādo pahīno hoti, thinamiddhaṁ pahīnaṁ hoti, uddhaccakukkuccaṁ pahīnaṁ hoti, vicikicchā pahīnā hoti; vitakko ca vattati, vicāro ca pīti ca sukhañca cittekaggatā ca. Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ evaṁ pañcaṅgavippahīnaṁ pañcaṅgasamannāgatan”ti.
“Pañcimāni, āvuso, indriyāni nānāvisayāni nānāgocarāni, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhonti, seyyathidaṁ— cakkhundriyaṁ, sotindriyaṁ, ghānindriyaṁ, jivhindriyaṁ, kāyindriyaṁ. Imesaṁ kho, āvuso, pañcannaṁ indriyānaṁ nānāvisayānaṁ nānāgocarānaṁ, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhontānaṁ, kiṁ paṭisaraṇaṁ, ko ca nesaṁ gocaravisayaṁ paccanubhotī”ti? Imesaṁ kho, āvuso, pañcannaṁ indriyānaṁ nānāvisayānaṁ nānāgocarānaṁ, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhontānaṁ, mano paṭisaraṇaṁ, mano ca nesaṁ gocaravisayaṁ paccanubhotī”ti. Imāni kho, āvuso, pañcindriyāni kiṁ paṭicca tiṭṭhantī”ti? Imāni kho, āvuso, pañcindriyāni āyuṁ paṭicca tiṭṭhantī”ti.
“Āyu panāvuso, kiṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti?
“Āyu usmaṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti.
“Usmā panāvuso, kiṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti?
“Usmā āyuṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti.
“Idāneva kho mayaṁ, āvuso, āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ evaṁ ājānāma: ‘āyu usmaṁ paṭicca tiṭṭhatī’ti. Idāneva pana mayaṁ, āvuso, āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ evaṁ ājānāma: ‘usmā āyuṁ paṭicca tiṭṭhatī’ti. Yathā kathaṁ panāvuso, imassa bhāsitassa attho daṭṭhabbo”ti?
“Tena hāvuso, upamaṁ te karissāmi; upamāyapidhekacce viññū purisā bhāsitassa atthaṁ ājānanti. Seyyathāpi, āvuso, telappadīpassa jhāyato acciṁ paṭicca ābhā paññāyati, ābhaṁ paṭicca acci paññāyati; evameva kho, āvuso, āyu usmaṁ paṭicca tiṭṭhati, usmā āyuṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti.
“Teva nu kho, āvuso, āyusaṅkhārā, te vedaniyā dhammā udāhu aññe āyusaṅkhārā aññe vedaniyā dhammā”ti?
“Na kho, āvuso, teva āyusaṅkhārā te vedaniyā dhammā. Te ca hāvuso, āyusaṅkhārā abhaviṁsu te vedaniyā dhammā, na yidaṁ saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa bhikkhuno vuṭṭhānaṁ paññāyetha. Yasmā ca kho, āvuso, aññe āyusaṅkhārā aññe vedaniyā dhammā, tasmā saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa bhikkhuno vuṭṭhānaṁ paññāyatī”ti.
“Yadā nu kho, āvuso, imaṁ kāyaṁ kati dhammā jahanti; athāyaṁ kāyo ujjhito avakkhitto seti, yathā kaṭṭhaṁ acetanan”ti?
“Yadā kho, āvuso, imaṁ kāyaṁ tayo dhammā jahanti—āyu usmā ca viññāṇaṁ; athāyaṁ kāyo ujjhito avakkhitto seti, yathā kaṭṭhaṁ acetanan”ti.
“Yvāyaṁ, āvuso, mato kālaṅkato, yo cāyaṁ bhikkhu saññāvedayitanirodhaṁ samāpanno—imesaṁ kiṁ nānākaraṇan”ti?
“Yvāyaṁ, āvuso, mato kālaṅkato tassa kāyasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, vacīsaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, cittasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, āyu parikkhīṇo, usmā vūpasantā, indriyāni paribhinnāni. Yo cāyaṁ bhikkhu saññāvedayitanirodhaṁ samāpanno tassapi kāyasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, vacīsaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, cittasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, āyu na parikkhīṇo, usmā avūpasantā, indriyāni vippasannāni. Yvāyaṁ, āvuso, mato kālaṅkato, yo cāyaṁ bhikkhu saññāvedayitanirodhaṁ samāpanno—idaṁ nesaṁ nānākaraṇan”ti.
“Kati panāvuso, paccayā adukkhamasukhāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti?
“Cattāro kho, āvuso, paccayā adukkhamasukhāya cetovimuttiyā samāpattiyā. Idhāvuso, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Ime kho, āvuso, cattāro paccayā adukkhamasukhāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti.
“Kati panāvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti?
“Dve kho, āvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā samāpattiyā— sabbanimittānañca amanasikāro, animittāya ca dhātuyā manasikāro. Ime kho, āvuso, dve paccayā animittāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti.
“Kati panāvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā ṭhitiyā”ti?
“Tayo kho, āvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā ṭhitiyā— sabbanimittānañca amanasikāro, animittāya ca dhātuyā manasikāro, pubbe ca abhisaṅkhāro. Ime kho, āvuso, tayo paccayā animittāya cetovimuttiyā ṭhitiyā”ti.
“Kati panāvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā vuṭṭhānāyā”ti?
“Dve kho, āvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā vuṭṭhānāya— sabbanimittānañca manasikāro, animittāya ca dhātuyā amanasikāro. Ime kho, āvuso, dve paccayā animittāya cetovimuttiyā vuṭṭhānāyā”ti.
“Yā cāyaṁ, āvuso, appamāṇā cetovimutti, yā ca ākiñcaññā cetovimutti, yā ca suññatā cetovimutti, yā ca animittā cetovimutti—ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca udāhu ekatthā byañjanameva nānan”ti?
“Yā cāyaṁ, āvuso, appamāṇā cetovimutti, yā ca ākiñcaññā cetovimutti, yā ca suññatā cetovimutti, yā ca animittā cetovimutti—atthi kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca; atthi ca kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā ekatthā, byañjanameva nānaṁ.
Katamo cāvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca?
Idhāvuso, bhikkhu mettāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ, tathā tatiyaṁ, tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ mettāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyābajjhena pharitvā viharati. Karuṇāsahagatena cetasā …pe… muditāsahagatena cetasā … upekkhāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ, tathā tatiyaṁ, tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ upekkhāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyābajjhena pharitvā viharati. Ayaṁ vuccatāvuso, appamāṇā cetovimutti.
Katamā cāvuso, ākiñcaññā cetovimutti? Idhāvuso, bhikkhu sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma natthi kiñcīti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Ayaṁ vuccatāvuso, ākiñcaññā cetovimutti.
Katamā cāvuso, suññatā cetovimutti? Idhāvuso, bhikkhu araññagato vā rukkhamūlagato vā suññāgāragato vā iti paṭisañcikkhati: ‘suññamidaṁ attena vā attaniyena vā’ti. Ayaṁ vuccatāvuso, suññatā cetovimutti.
Katamā cāvuso, animittā cetovimutti? Idhāvuso, bhikkhu sabbanimittānaṁ amanasikārā animittaṁ cetosamādhiṁ upasampajja viharati. Ayaṁ vuccatāvuso, animittā cetovimutti.
Ayaṁ kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca.
Katamo cāvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā ekatthā byañjanameva nānaṁ?
Rāgo kho, āvuso, pamāṇakaraṇo, doso pamāṇakaraṇo, moho pamāṇakaraṇo. Te khīṇāsavassa bhikkhuno pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Yāvatā kho, āvuso, appamāṇā cetovimuttiyo, akuppā tāsaṁ cetovimutti aggamakkhāyati. Sā kho panākuppā cetovimutti suññā rāgena, suññā dosena, suññā mohena.
Rāgo kho, āvuso, kiñcano, doso kiñcano, moho kiñcano. Te khīṇāsavassa bhikkhuno pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Yāvatā kho, āvuso, ākiñcaññā cetovimuttiyo, akuppā tāsaṁ cetovimutti aggamakkhāyati. Sā kho panākuppā cetovimutti suññā rāgena, suññā dosena, suññā mohena.
Rāgo kho, āvuso, nimittakaraṇo, doso nimittakaraṇo, moho nimittakaraṇo. Te khīṇāsavassa bhikkhuno pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Yāvatā kho, āvuso, animittā cetovimuttiyo, akuppā tāsaṁ cetovimutti aggamakkhāyati. Sā kho panākuppā cetovimutti suññā rāgena, suññā dosena, suññā mohena.
Ayaṁ kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā ekatthā byañjanameva nānan”ti.
Idamavocāyasmā sāriputto. Attamano āyasmā mahākoṭṭhiko āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ abhinandīti.