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Selbstaustilgung

Sallekhasutta

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Da kam der Ehrwürdige Mahācunda am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Buddha. Er verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

„Herr, es gibt viele verschiedene Ansichten, die in der Welt aufkommen und die mit Selbsttheorien und Theorien über das Weltall verbunden sind. Wie gibt ein Mönch, der den Geist auf den Ausgangspunkt richtet, diese Ansichten auf und lässt sie los?“

„Cunda, es gibt viele verschiedene Ansichten, die in der Welt aufkommen und die mit Selbsttheorien und Theorien über das Weltall verbunden sind. Ein Mönch gibt diese Ansichten auf und lässt sie los, indem er das, wo sie entstehen, das, wo sie sich niederlassen, und das, wo sie wirken, wahrhaftig mit rechter Weisheit so sieht: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung eintritt und darin verweilt; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚Zustände seliger Meditation in diesem Leben‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung eintritt und darin verweilt; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚Zustände seliger Meditation in diesem Leben‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch mit dem Schwinden der Ekstase in die dritte Vertiefung eintritt und darin verweilt; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘ Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚Zustände seliger Meditation in diesem Leben‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch Glück und Schmerz aufgibt und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit in die vierte Vertiefung eintritt und darin verweilt, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚Zustände seliger Meditation in diesem Leben‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch jegliche Formwahrnehmung übersteigt und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem er den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes eintritt und darin verweilt. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚friedvolle Meditationen‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch die Dimension des unendlichen Raumes vollständig übersteigt und im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins eintritt und darin verweilt. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚friedvolle Meditationen‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch die Dimension des unendlichen Bewusstseins vollständig übersteigt und im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts eintritt und darin verweilt. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚friedvolle Meditationen‘ genannt.

Es ist möglich, dass ein gewisser Mönch vollständig die Dimension des Nichts übersteigt und in die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, eintritt und darin verweilt. Er könnte denken, er übte Selbstaustilgung. Aber in der Schulung des Edlen werden diese Zustände nicht ‚Selbstaustilgung‘ genannt; sie werden ‚friedvolle Meditationen‘ genannt.

1. Die Darlegung durch Selbstaustilgung

Nun, Cunda, ihr sollt folgendermaßen an Selbstaustilgung arbeiten:

‚Andere werden grausam sein, wir aber wollen hier mildherzig sein‘, so sollt ihr an Selbstaustilgung arbeiten.

‚Andere werden lebende Geschöpfe töten, wir aber wollen hier keine lebenden Geschöpfe töten‘, so sollt ihr an Selbstaustilgung arbeiten.

‚Andere werden stehlen, wir aber wollen hier nicht stehlen‘, …

‚Andere werden unkeusch sein, wir aber wollen hier keusch sein‘, …

‚Andere werden lügen, wir aber wollen hier nicht lügen‘, …

‚Andere werden so reden, dass sie andere entzweien, wir aber wollen hier nicht so reden, dass wir andere entzweien‘, …

‚Andere werden harte Rede gebrauchen, wir aber wollen hier keine harte Rede gebrauchen‘, …

‚Andere werden Unsinn reden, wir aber wollen hier keinen Unsinn reden‘, …

‚Andere werden begehrlich sein, wir aber wollen hier nicht begehrlich sein‘, …

‚Andere werden böswillig sein, wir aber wollen hier nicht böswillig sein‘, …

‚Andere werden falsche Ansicht haben, wir aber wollen hier rechte Ansicht haben‘, …

‚Andere werden falsches Denken haben, wir aber wollen hier rechtes Denken haben‘, …

‚Andere werden falsche Rede haben, wir aber wollen hier rechte Rede haben‘, …

‚Andere werden falsches Handeln haben, wir aber wollen hier rechtes Handeln haben‘, …

‚Andere werden falschen Lebenserwerb haben, wir aber wollen hier rechten Lebenserwerb haben‘, …

‚Andere werden falschen Einsatz haben, wir aber wollen hier rechten Einsatz haben‘, …

‚Andere werden falsche Achtsamkeit haben, wir aber wollen hier rechte Achtsamkeit haben‘, …

‚Andere werden falsche Versenkung haben, wir aber wollen hier rechte Versenkung haben‘, …

‚Andere werden falsches Erkennen haben, wir aber wollen hier rechtes Erkennen haben‘, …

‚Andere werden falsche Freiheit haben, wir aber wollen hier rechte Freiheit haben‘, …

‚Andere werden von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt sein, wir aber wollen hier frei von Dumpfheit und Benommenheit sein‘, …

‚Andere werden rastlos sein, wir aber wollen hier nicht rastlos sein‘, …

‚Andere werden Zweifel haben, wir aber wollen hier über den Zweifel hinausgegangen sein‘, …

‚Andere werden zornig sein, wir aber wollen hier frei von Zorn sein‘, …

‚Andere werden verbittert sein, wir aber wollen hier frei von Verbitterung sein‘, …

‚Andere werden beleidigend sein, wir aber wollen hier nicht beleidigend sein‘, …

‚Andere werden verächtlich sein, wir aber wollen hier frei von Verachtung sein‘, …

‚Andere werden eifersüchtig sein, wir aber wollen hier frei von Eifersucht sein‘, …

‚Andere werden geizig sein, wir aber wollen hier frei von Geiz sein‘, …

‚Andere werden doppelzüngig sein, wir aber wollen hier nicht doppelzüngig sein‘, …

‚Andere werden betrügerisch sein, wir aber wollen hier nicht betrügerisch sein‘, …

‚Andere werden wichtigtuerisch sein, wir aber wollen hier nicht wichtigtuerisch sein‘, …

‚Andere werden selbstgefällig sein, wir aber wollen hier nicht selbstgefällig sein‘, …

‚Andere werden schwer zu ermahnen sein, wir aber wollen hier leicht zu ermahnen sein‘, …

‚Andere werden schlechte Freunde haben, wir aber wollen hier gute Freunde haben‘, …

‚Andere werden nachlässig sein, wir aber wollen hier beflissen sein‘, …

‚Andere werden ohne Vertrauen sein, wir aber wollen hier vertrauensvoll sein‘, …

‚Andere werden gewissenlos sein, wir aber wollen hier ein Gewissen haben‘, …

‚Andere werden unbesonnen sein, wir aber wollen hier besonnen sein‘, …

‚Andere werden ungebildet sein, wir aber wollen hier gebildet sein‘, …

‚Andere werden träge sein, wir aber wollen hier energisch sein‘, …

‚Andere werden unachtsam sein, wir aber wollen hier achtsam sein‘, …

‚Andere werden geistlos sein, wir aber wollen hier die Weisheit vervollkommnet haben‘, …

‚Andere werden an ihren Ansichten hängen, sie festhalten und sich weigern, sie loszulassen, wir aber wollen hier nicht an unseren Ansichten hängen, sie nicht festhalten und sie leicht loslassen‘, so sollt ihr an Selbstaustilgung arbeiten.

2. Die Darlegung durch Hervorbringen des Gedankens

Cunda, ich sage, dass schon das Hervorbringen des Gedankens an taugliche Eigenschaften eine große Hilfe ist, und erst recht, diesem Pfad mit Körper und Sprache zu folgen. Darum sollt ihr den Gedanken hervorbringen: ‚Andere werden grausam sein, wir aber wollen hier mildherzig sein.‘ Ihr sollt den Gedanken hervorbringen: ‚Andere werden lebende Geschöpfe töten, wir aber wollen hier keine lebenden Geschöpfe töten.‘ … Ihr sollt den Gedanken hervorbringen: ‚Andere werden an ihren Ansichten hängen, sie festhalten und sich weigern, sie loszulassen, wir aber wollen hier nicht an unseren Ansichten hängen, sie nicht festhalten und sie leicht loslassen.‘

3. Die Darlegung durch Umgehung

Cunda, angenommen, da wären ein unebener Pfad und ein anderer ebener Pfad, um diesen zu umgehen. Oder angenommen, da wären eine unebene Furt und eine andere ebene Furt, um diese zu umgehen. Ebenso umgeht ein grausames Individuum dies, indem es mildherzig ist. Ein Individuum, das tötet, umgeht dies, indem es nicht tötet … indem es nicht stiehlt … indem es keusch ist … indem es nicht lügt … indem es andere nicht entzweit … indem es keine harte Rede gebraucht … indem es keinen Unsinn redet … indem es nicht begehrlich ist … indem es nicht böswillig ist …

indem es rechte Ansicht hat … indem es rechtes Denken hat … indem es rechte Rede hat … indem es rechtes Handeln hat … indem es rechten Lebenserwerb hat … indem es rechten Einsatz hat … indem es rechte Achtsamkeit hat … indem es rechte Versenkung hat … indem es rechtes Erkennen hat … indem es rechte Freiheit hat …

indem es frei von Dumpfheit und Benommenheit ist … indem es nicht rastlos ist … indem es über den Zweifel hinausgegangen ist … indem es frei von Zorn ist … indem es frei von Verbitterung ist … indem es nicht beleidigend ist … indem es frei von Verachtung ist … indem es frei von Eifersucht ist … indem es frei von Geiz ist … indem es nicht doppelzüngig ist … indem es nicht betrügerisch ist … indem es nicht wichtigtuerisch ist … indem es nicht selbstgefällig ist … indem es leicht zu ermahnen ist … indem es gute Freunde hat … indem es beflissen ist … indem es vertrauensvoll ist … indem es ein Gewissen hat … indem es besonnen ist … indem es gebildet ist … indem es energisch ist … indem es achtsam ist … indem es die Weisheit vervollkommnet hat. Ein Individuum, das an seinen Ansichten hängt, sie festhält und sich weigert, sie loszulassen, umgeht dies, indem es nicht an seinen Ansichten hängt, sie nicht festhält und sie leicht loslässt.

4. Die Darlegung durch Aufwärtsgehen

Cunda, alle untauglichen Eigenschaften führen abwärts, und alle tauglichen Eigenschaften führen aufwärts. Ebenso wird ein grausames Individuum aufwärts geführt, indem es mildherzig ist. Ein Individuum, das tötet, wird aufwärts geführt, indem es nicht tötet. … Ein Individuum, das an seinen Ansichten hängt, sie festhält und sich weigert, sie loszulassen, wird aufwärts geführt, indem es nicht an seinen Ansichten hängt, sie nicht festhält und sie leicht loslässt.

5. Die Darlegung durch vollkommenes Erlöschen

Wenn man selbst im Schlamm versinkt, Cunda, ist es ganz unmöglich, dass man jemand anderen, der im Schlamm versinkt, herauszieht. Aber wenn man selbst nicht im Schlamm versinkt, ist es gut möglich, dass man jemand anderen, der im Schlamm versinkt, herauszieht. Wenn man selbst nicht gezähmt, geschult und vollkommen verloschen ist, ist es ganz unmöglich, dass man hilft, jemand anderen zu zähmen, zu schulen und zum vollkommenen Erlöschen zu bringen. Aber wenn man selbst gezähmt, geschult und vollkommen verloschen ist, ist es gut möglich, dass man hilft, jemand anderen zu zähmen, zu schulen und zum vollkommenen Erlöschen zu bringen.

Ebenso bringt ein grausames Individuum dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es mildherzig ist. Ein Individuum, das tötet, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht tötet. Ein Individuum, das stiehlt, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht stiehlt. Ein Individuum, das unkeusch ist, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es keusch ist. Ein Individuum, das lügt, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht lügt. Ein Individuum, das andere entzweit, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es andere nicht entzweit. Ein Individuum, das harte Rede gebraucht, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es keine harte Rede gebraucht. Ein Individuum, das Unsinn redet, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es keinen Unsinn redet. Ein begehrliches Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht begehrlich ist. Ein böswilliges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht böswillig ist.

Ein Individuum, das falsche Ansicht hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechte Ansicht hat. Ein Individuum, das falsches Denken hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechtes Denken hat. Ein Individuum, das falsche Rede hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechte Rede hat. Ein Individuum, das falsches Handeln hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechtes Handeln hat. Ein Individuum, das falschen Lebenserwerb hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechten Lebenserwerb hat. Ein Individuum, das falschen Einsatz hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechten Einsatz hat. Ein Individuum, das falsche Achtsamkeit hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechte Achtsamkeit hat. Ein Individuum, das falsche Versenkung hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechte Versenkung hat. Ein Individuum, das falsches Erkennen hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechtes Erkennen hat. Ein Individuum, das falsche Freiheit hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es rechte Freiheit hat.

Ein Individuum, das von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt ist, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es frei von Dumpfheit und Benommenheit ist. Ein rastloses Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht rastlos ist. Ein Individuum, das Zweifel hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es über den Zweifel hinausgegangen ist. Ein zorniges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es frei von Zorn ist. Ein verbittertes Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es frei von Verbitterung ist. Ein beleidigendes Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht beleidigend ist. Ein verächtliches Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es frei von Verachtung ist. Ein eifersüchtiges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es frei von Eifersucht ist. Ein geiziges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es frei von Geiz ist. Ein doppelzüngiges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht doppelzüngig ist. Ein betrügerisches Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht betrügerisch ist. Ein wichtigtuerisches Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht wichtigtuerisch ist. Ein selbstgefälliges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht selbstgefällig ist. Ein Individuum, das schwer zu ermahnen ist, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es leicht zu ermahnen ist. Ein Individuum, das schlechte Freunde hat, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es gute Freunde hat. Ein nachlässiges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es beflissen ist. Ein Individuum ohne Vertrauen bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es vertrauensvoll ist. Ein gewissenloses Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es ein Gewissen hat. Ein unbesonnenes Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es besonnen ist. Ein ungebildetes Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es gebildet ist. Ein träges Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es energisch ist. Ein unachtsames Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es achtsam ist. Ein geistloses Individuum bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es die Weisheit vervollkommnet hat. Ein Individuum, das an seinen Ansichten hängt, sie festhält und sich weigert, sie loszulassen, bringt dies zum vollkommenen Erlöschen, indem es nicht an seinen Ansichten hängt, sie nicht festhält und sie leicht loslässt.

Also, Cunda, ich habe die Darlegung durch Selbstaustilgung gelehrt, die Darlegung durch Aufkommen des Gedankens, durch Umgehung, durch Aufwärtsgehen und durch vollkommenes Erlöschen. Aus Anteilnahme habe ich getan, was ein Lehrer, der seinen Schülern wohlgesonnen ist, tun sollte. Hier sind Plätze am Fuß von Bäumen, und hier sind leere Hütten. Übt Vertiefung, Mönche und Nonnen! Seid nicht nachlässig! Nicht, dass ihr es später bereut! Das ist meine Anleitung für euch.“

Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Mahācunda die Worte des Buddha.

Vierundvierzig Punkte wurden genannt, in fünf Gruppen gegliedert. „Austilgung“ ist der Name dieser Lehrrede, die tief ist wie das Meer.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).