Warum eine zweite Landkarte?
„Warum zergliedert der Kanon dieselbe Erfahrung noch ein zweites Mal?“
Für jetzt abgeschlossen
Die Lehrreden sprechen zu Personen in Situationen. Der Abhidhamma nimmt dieselbe Lehre und stellt sie ohne Personen und ohne Situation dar: nur Vorgänge, aufgezählt und geordnet. Diese Stufe erklärt den Unterschied zwischen Bezeichnung und Letztgültigem und nennt die vier Dinge, die nach dieser Zergliederung stehen bleiben.
Letztgültiges paramattha Bezeichnung paññatti Bewusstsein(smoment) citta Geistesfaktor cetasika Form, Körperlichkeit rūpa das Unbedingte nibbāna Leitfadenliste mātikā
Was diese Begriffe bedeuten — Stufe 1: Warum eine zweite Landkarte?
- Letztgültiges paramattha
- Was bei der Zergliederung stehen bleibt: Bewusstsein, Geistesfaktor, Körperlichkeit, Nibbāna — im Unterschied zur blossen Bezeichnung (paññatti).
- Bezeichnung paññatti
- Was nur als Begriff besteht — Name, Gestalt, Person, Richtung, Zeit. Im Abhidhamma dem Letztgültigen (paramattha) gegenübergestellt.
- Bewusstsein(smoment) citta
- Bewusstsein; einzelner Bewusstseinsmoment.
- Geistesfaktor cetasika
- Geistesfaktor, der ein citta begleitet und färbt (52 nach dem Abhidhamma).
- Form, Körperlichkeit rūpa
- Das erste Aggregat: körperlich-materielle Form, die vier Großelemente und ihre Ableitungen.
- das Unbedingte nibbāna
- Das Unbedingte; Verlöschen des Brennstoffs.
- Leitfadenliste mātikā
- Die vorangestellten Begriffspaare und -dreiergruppen, nach denen die Werke des Abhidhamma-Piṭaka ihren Stoff durchgehen.