Warum ein Wegbuch?
„Wozu braucht es neben den Reden noch ein Handbuch?“
Für jetzt abgeschlossen
Der Visuddhimagga beginnt nicht mit einer These, sondern mit einer Frage aus dem Kanon: Wer entwirrt dieses Dickicht? Die Antwort des Buddha — sittlich fest, den Geist entfaltet, das Wissen entfaltet — ist zugleich der Bauplan des ganzen Buches: drei Übungen, entfaltet zu sieben Reinheiten.
Drei Schulungen tisikkhā Ruhe und Einsicht samatha-vipassanā Weisheit paññā Sammlung samādhi Pfad magga das Unbedingte nibbāna
Was diese Begriffe bedeuten — Stufe 1: Warum ein Wegbuch?
- Drei Schulungen tisikkhā
- Die Gliederung des Pfades in Tugend (sīla), Sammlung (samādhi) und Weisheit (paññā): Lebensführung trägt die Meditation, Meditation trägt die Einsicht.
- Ruhe und Einsicht samatha-vipassanā
- Die zwei Seiten der Geistesschulung: Beruhigen und Sammeln (samatha) und klares Sehen (vipassanā). DN 34 nennt beide als die zwei Dinge, die entwickelt werden müssen — keine getrennten Techniken, sondern zusammengehörige Qualitäten.
- Weisheit paññā
- Weisheit, befreiende Einsicht in die drei Merkmale.
- Sammlung samādhi
- Einspitzige Sammlung des Geistes.
- Pfad magga
- Pfad (überweltlich); der Moment, der die Fesseln durchschneidet.
- das Unbedingte nibbāna
- Das Unbedingte; Verlöschen des Brennstoffs.