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Meditation / Jhāna (Teil 4)

Die neun Erreichungen und der Eintritt in die FruchtDie neun aufeinanderfolgenden Erreichungen (Samāpatti) und der Eintritt in die Frucht.

Aus PDF aufbereitet 8 Kapitel

Auf einen Blick — 8 Kapitel

  1. 1Teil 1 — Die neun aufeinanderfolgenden
  2. 2Teil 2 — Die vier feinstofflichen Jhānas (rūpa)
  3. 3Teil 3 — Die vier formlosen Jhānas (arūpa)
  4. 4Teil 4 — Die achte Stufe im Detail
  5. 5Teil 5 — Die Aufhebung (nirodha-samāpatti)
  6. 6Teil 6 — Der Zusammenhang: achte Stufe und phala-
  7. 7Teil 7 — Phala-samāpatti über die Einsicht
  8. 8Teil 8 — Warum keine dieser Stufen nibbāna ist
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Die neun Erreichungen und der Eintritt in die Frucht Studiendokument · Teil 4 der Reihe · Aufbauend auf: Citta, Cetasika und der Weg zu Nibbāna, Die vier Satipaṭṭhānas und Was nicht Nibbāna ist Die vier feinstofflichen und vier formlosen Jhānas, die Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl, und wie das phala wieder betreten wird. Theravāda-Abhidhamma. PRÄZISE FORMEL. Die neun Erreichungen sind Stufen der

SAMMLUNG

mit immer subtilerem, aber stets

BEDINGTEM

Objekt — bis hin zum völligen Aussetzen des Bewusstseins. Keine von ihnen ist nibbāna. Der

EINTRITT IN DIE FRUCHT

dagegen reitet nicht auf der Sammlung, sondern auf der

EINSICHT

und setzt nur den bereits verwirklichten Pfad voraus. Inhalt Die neun aufeinanderfolgenden Verweilungen Die vier feinstofflichen Jhānas (rūpa) Die vier formlosen Jhānas (arūpa) Die achte Stufe im Detail — citta und cetasika Die Aufhebung (nirodha-samāpatti) Der Zusammenhang: achte Stufe und phala-citta Phala-samāpatti über die Einsicht Warum keine dieser Stufen nibbāna ist Quellen WISSEN / RATEN

Glossar Einordnung: Kanonische Pali-Stellen sind markiert; kommentarielle (Visuddhimagga, Abhidhammattha-saṅgaha) sind ausgewiesen. Pali-Wendungen sind aus dem Gedächtnis wiedergegeben — für wörtliche Zitate sind die genannten Editionen heranzuziehen. Faktoren-Zählungen folgen der Standardsystematik; abweichende Zählweisen sind vermerkt.

Teil 1 — Die neun aufeinanderfolgenden

Verweilungen Mit „neun Jhānas" sind die neun aufeinanderfolgenden Verweilungen (navānupubbavihāra) gemeint: vier feinstoffliche Vertiefungen (rūpa-jhāna), vier formlose (arūpa-jhāna) und als neunte die Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl (saññāvedayitanirodha). Sie bauen aufeinander auf — jede gröbere Stütze fällt weg, das Objekt wird subtiler (DN 33; AN 9.32; MN 111, Anupada-Sutta). # Pāḷi Was sie kennzeichnet Objekt 1 paṭhama-jhāna vitakka, vicāra, pīti, sukha, ekaggatā feinstoffliches Zeichen (nimitta) 2 dutiya-jhāna vitakka/vicāra fallen; innere Stille dasselbe Zeichen 3 tatiya-jhāna pīti fällt; Gleichmut, achtsam, sukha dasselbe Zeichen 4 catuttha-jhāna sukha fällt; neutrales Gefühl, upekkhā-sati-Reinheit dasselbe Zeichen 5 ākāsānañcāyatana „unendlicher Raum" Raum-Konzept 6 viññāṇañcāyatana „unendliches Bewusstsein" das Bewusstsein der 1. formlosen Stufe 7 ākiñcaññāyatana „da ist nichts" Nichtsein / Abwesenheit 8 nevasaññānāsaññāyatana weder Wahrnehmung noch NichtWahrnehmung das citta der 7. Stufe 9 saññāvedayitanirodha citta und cetasika setzen ganz aus kein Objekt

Teil 2 — Die vier feinstofflichen Jhānas (rūpa)

Die Standardformel (MN 39; DN 2): Abgelöst von Sinnlichkeit und Unheilsamem tritt das erste Jhāna ein, mit vitakka (Hinlenken) und vicāra (Verweilen am Objekt), pīti (Verzückung) und sukha (Glück), getragen von ekaggatā (Einspitzigkeit) — „aus der Abgeschiedenheit geborene Verzückung und Glück" (vivekajaṃ pītisukhaṃ). Im zweiten Jhāna beruhigen sich vitakka und vicāra; es bleibt innere Stille, „aus der Sammlung geborene" Verzückung und Glück (samādhijaṃ pītisukhaṃ). Im dritten verblasst pīti; der Übende weilt gleichmütig, achtsam und klar verstehend, „erfährt Glück mit dem Körper" — upekkhako satimā sukhavihārī. Im vierten fällt auch sukha weg; es bleibt weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl und die „Reinheit der Achtsamkeit durch Gleichmut" (upekkhā-sati-pārisuddhi). Tragende Faktoren: nur noch upekkhā und ekaggatā. Dies ist die Basis für die formlosen Sphären, die übersinnlichen Fähigkeiten und für tiefe Vipassanā. (Der Abhidhamma teilt manchmal fünffach, indem er das Wegfallen von vitakka und vicāra in zwei Schritte trennt — dann fünf rūpa-jhānas. Die Sutta-Zählung ist vierfach.)

Teil 3 — Die vier formlosen Jhānas (arūpa)

Sie unterscheiden sich nicht in den Faktoren (immer upekkhā + ekaggatā), sondern nur im Objekt, das immer subtiler wird:

5. Sphäre des unendlichen Raums — durch Überwinden der Form-, Wider‐

stands- und Vielfalt-Wahrnehmungen: „unendlich ist der Raum".

6. Sphäre des unendlichen Bewusstseins — der Raum wird überschritten; Ob‐

jekt ist „unendlich ist das Bewusstsein". Dieser Zustand ist die erfahrungsnahe Quelle für das „grenzenlose, immer vorhandene Gewahrsein" (vgl. Dokument 3,

2.a) — sublim, aber bedingt.

7. Sphäre des Nichts — „da ist nichts" (natthi kiñci). Wird leicht mit „Leerheit = Befreiung" verwechselt (vgl. Dokument 3, Teil 3).

8. Sphäre von weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung — der Gipfel

der bedingten Erreichung (Teil 4).

Teil 4 — Die achte Stufe im Detail

Nevasaññānāsaññāyatana ist abhidhammisch die aufschlussreichste Stufe, weil sich an ihr die Citta-Cetasika-Mechanik zeigt. Der Name Die Wahrnehmung (saññā) ist hier so extrem abgeschwächt, dass sie ihre Funktion — das Markieren und Wiedererkennen — nicht mehr ausführt. Sie ist zu schwach, um „Wahrnehmung" zu heißen, aber nicht ganz verschwunden. Daher: weder das eine noch das andere. Der kommentarielle Vergleich (Visuddhimagga X): eine mit Öl ausgewischte Schale — man kann kein Öl ausgießen („da ist keines"), und doch ist der Film da („da ist Öl"). Das Objekt Diese Stufe nimmt das citta der vorigen Stufe zum Objekt — das der Nichts-Sphäre, als „friedvoll" gewürdigt. Also ein bedingtes Objekt, niemals nibbāna. Was mit citta und cetasika geschieht Der Kern: saññā und vedanā gehören zu den sieben universellen Cetasikas (sabbacittasādhāraṇa, Citta-Cetasika-Dokument, 1.a) — sie sind in jedem citta dabei. Solange ein citta besteht, müssen Wahrnehmung und Gefühl präsent sein. Genau das erklärt den Namen: Weil ein citta da ist, kann die Wahrnehmung nicht fehlen — sie lässt sich nur bis zur Spur reduzieren. „Keine Wahrnehmung" wäre unmöglich. Im Einzelnen: Es ist ein formloses Vertiefungs-citta (arūpāvacara), das mit seinen Cetasikas entsteht — gebunden durch gleiches Entstehen, Vergehen, Objekt und Grundlage. Tragende Faktoren: upekkhā (neutrales Gefühl) und ekaggatā — wie im vierten Jhāna. Vitakka, vicāra, pīti, sukha sind längst weg. Alle sieben universellen Cetasikas (phassa, vedanā, saññā, cetanā, ekaggatā, jīvitindriya, manasikāra) sind da, aber auf ihrem schwächsten funktionalen Niveau; als heilsames formloses citta auch die schönen Faktoren (sati, saddhā u. a.). Ein kanonischer Beleg für die Subtilität: Im Anupada-Sutta (MN 111) durchschaut Sāriputta in den ersten Vertiefungen die Geistesfaktoren einzeln, während er darin weilt — bei dieser achten Stufe aber tritt er erst aus und betrachtet sie danach, weil die Faktoren zu fein sind, um im Zustand selbst aufgelöst zu werden.

Teil 5 — Die Aufhebung (nirodha-samāpatti)

Die neunte ist kein Jhāna mit Objekt mehr, sondern das vorübergehende Aussetzen aller geistigen Tätigkeit: citta und cetasika hören auf. Der Name saññāvedayitanirodha — „Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl" — benennt genau jene beiden universellen Cetasikas, deren Aufhören das Stoppen des Geistes markiert. Nur Lebenskraft und Körperwärme bleiben (Unterschied zum Tod). Der Sprung von der achten zur neunten ist damit exakt der Unterschied zwischen „Wahrnehmung auf eine Spur reduziert" (8.: citta + cetasika da, nur faint) und „alle geistige Tätigkeit gestoppt" (9.: kein citta, keine cetasika). Kommentariell (Visuddhimagga XXIII): zugänglich nur für Nichtwiederkehrer und Arahants, die zusätzlich alle acht Erreichungen meistern; durch Entschluss betreten, bis zu sieben Tage haltbar; beim Austritt sind die ersten Momente phala-cittas.

Teil 6 — Der Zusammenhang: achte Stufe und phala-

citta Achte Stufe und phala-citta liegen nicht auf derselben Leiter: Die achte ist weltlich (lokiya), Samatha, mit bedingtem Objekt; das phala-citta ist überweltlich (lokuttara), mit nibbāna als Objekt. Ihr einziger Berührungspunkt läuft über die Aufhebung. Die beiden Klammern um die Aufhebung … 7. Nichts-Sphäre → (Vipassanā + Entschlüsse) → 8. nevasaññānāsaññāyatana (ein bis zwei Momente) → Aufhören (kein citta) → [Austritt] → phala-citta (nibbāna als Objekt) → bhavaṅga → Rückblick Ablauf (Visuddhimagga XXIII): Der Edle steigt die Vertiefungen hinauf und betrachtet nach jeder das Erlebte als anicca/dukkha/anattā. Nach der Nichts-Sphäre fasst er die vorbereitenden Entschlüsse (Dauer, Requisiten, Saṅgha). Dann tritt er in die achte ein — und nach ein, zwei Momenten erlischt der Bewusstseinsstrom: das ist die Aufhebung. Beim Austritt ist das erste wieder entstehende citta ein phala-citta (beim Nichtwiederkehrer das Anāgāmi-, beim Arahant das Arahatta-phala). Die achte Stufe ist also das Tor in die Aufhebung, das phala-citta das Erste heraus. Die Nähe ist aber keine Gleichheit: Durch die achte (bedingtes Objekt) zu gehen und sogar das Aussetzen zu durchlaufen heißt nicht, nibbāna zum Objekt zu haben — nur das phala-citta hat das.

Teil 7 — Phala-samāpatti über die Einsicht

Damit kein Irrtum entsteht: Das gewöhnliche phala-samāpatti (Wieder-Betreten der eigenen Frucht, Citta-Cetasika-Dokument, 3.h) braucht die acht Vertiefungen nicht. Zwei verschiedene Leitern Die acht Vertiefungen sind die Leiter der Sammlung. Das phala-samāpatti ist das Wieder-Betreten der schon verwirklichten Frucht; seine Voraussetzung ist (a) der bereits verwirklichte Pfad und (b) die Fähigkeit, die Einsicht erneut lebendig zu entfachen. Die nötige Sammlung liefert die Vipassanā selbst. Der Eintritt über die Einsicht Der Edle nimmt die Betrachtung der bedingten Phänomene wieder auf: udayabbaya-ñāṇa — Entstehen und Vergehen werden wieder frisch; hier setzt der Wiedereintritt an (nicht als Erinnerung, sondern als gegenwärtige Wahrnehmung). die höheren Einsichtsstufen laufen rasch durch; saṅkhārupekkhā-ñāṇa — die Schwelle; anuloma — die Anpassungsmomente; ihr Objekt ist noch bedingt; phala — die Fruchtmomente, jetzt mit nibbāna als Objekt. Es entsteht kein neues magga (Pfad nur einmal pro Stufe) und kein gotrabhū (kein erneuter Linienwechsel — der Übende ist bereits ariya). Die Augenblickssammlung Der Schlüssel ist khaṇika-samādhi, die Augenblickssammlung: Starkes, ununterbrochenes Beobachten erzeugt von Moment zu Moment genug Sammlung, um die Einsichtsstufen und die Frucht zu tragen — funktional gleichwertig zur Zugangssammlung, ohne je in Absorption überzugehen. Der „Trocken-Einsichts"-Übende Sukkha-vipassaka — „trockener Einsichtsmensch", ohne die „Feuchte" der SamathaVersenkung. Er verwirklicht den Pfad allein durch Einsicht, mit bloßer Augenblickssammlung, ohne je ein Jhāna entwickelt zu haben — und kann als Edler sein eigenes phala rein über Vipassanā wieder betreten. Der kanonische Anker ist das SusīmaSutta (SN 12.70): durch Weisheit befreite Arahants (paññā-vimutta), die die formlosen Befreiungen nicht besitzen und dennoch volle Arahants sind.

Feiner Abhidhamma-Punkt: „Ohne Jhāna" heißt ohne weltliches Jhāna. Das überweltliche citta selbst ruht einspitzig auf nibbāna und wird daher als „Jhāna"-citta klassifiziert — beim Trocken-Einsichts-Übenden auf der Ebene des ersten Jhāna (mit allen fünf Faktoren). Kein Widerspruch, sondern die genaue Buchführung. Kontrast nirodha-samāpatti (9.) phala-samāpatti Voraussetzung alle acht Jhānas + Nichtwiederkehrer/Arahant nur der verwirklichte Pfad Zugang Samatha + Vipassanā Vipassanā allein für sukkha-vipassaka? nein ja Objekt keines (kein citta) nibbāna Der Irrtum wäre, zu meinen, man müsse erst die formlosen Stufen meistern, um die eigene Frucht zu betreten. Das verwechselt den seltenen nirodha-Weg mit dem gewöhnlichen phala-Weg.

Teil 8 — Warum keine dieser Stufen nibbāna ist

Keine der neun ist nibbāna — nicht meine Wertung, sondern der Kanon: Der Bodhisatta lernte bei Āḷāra Kālāma die Sphäre des Nichts und bei Uddaka Rāmaputta weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung — und verwarf beide ausdrücklich, weil sie nicht zur Befreiung führen (MN 26, Ariyapariyesanā). Die zwei höchsten Formlosen sind vom Erwachten persönlich als nicht Erlösung beurteilt. Der Objekt-Test (Dokument 3, Teil 4): Das Objekt jeder Stufe ist bedingt (ein Zeichen, der Raum, das Bewusstsein, das Nichts, eine feine Wahrnehmung) — niemals nibbāna. Selbst die Aufhebung ist eine bedingt betretene und verlassene Erreichung. Der eigentliche Wert: Die Jhānas sind Plattform für Einsicht. Aus jeder (bis zur Nichts-Sphäre) kann der Übende austreten und betrachten: „Was darin an Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen war, ist anicca, dukkha, anattā" (MN 52, Aṭṭhakanāgara; MN 111). Erst dieser Blick führt zum Objektwechsel. Damit schließt sich der Kreis zu Dokument 3: Die formlosen Sphären sind genau die Zustände, die als „leeres, grenzenloses Gewahrsein" oder „Buddha-Natur-Grund" fehlgedeutet werden — kostbar als Sammlung und Sprungbrett, aber alle mit anicca-Signatur und bedingtem Objekt.

Quellen Originalquellen (Pāḷi-Kanon) DN 33 (Saṅgīti-Sutta) — die neun anupubbavihāra in der Aufzählung AN 9.32 / 9.31 — die neun aufeinanderfolgenden Verweilungen / Aufhebungen MN 111 (Anupada-Sutta) — Sāriputta durchschaut die Faktoren Stufe für Stufe MN 39 / DN 2 — die vierfache Jhāna-Formel MN 26 (Ariyapariyesanā) — Āḷāra/Uddaka; Verwerfung der zwei höchsten Formlosen MN 52 (Aṭṭhakanāgara) — die Jhānas/Formlosen als Einsichtsbasis SN 12.70 (Susīma-Sutta) — durch Weisheit befreite Arahants ohne formlose Erreichungen Kommentare (Theravāda) Visuddhimagga X (die formlosen Erreichungen, Öl-Schalen-Gleichnis), XXIII (nirodha-samāpatti, phala-samāpatti) — Buddhaghosa Abhidhammattha-saṅgaha I (Bewusstseinsklassen, Jhāna-Ebenen des lokuttaracitta), IX (Meditation/kammaṭṭhāna) — Nārada / Bhikkhu Bodhi Mahasi Sayadaw, The Progress of Insight — Wiedereintritt in die Frucht über die Einsicht

WISSEN / RATEN WISSEN — kanonisch belegt Die neun anupubbavihāra und ihre Formeln (DN 33; AN 9.32; MN 111); die vierfache Jhāna-Formel (MN 39; DN 2) Verwerfung der zwei höchsten Formlosen als nicht-befreiend (MN 26); Jhāna/ Formlose als Einsichtsbasis (MN 52; MN 111) Befreiung ohne formlose Erreichungen — paññā-vimutta-Arahants (SN 12.70) Dass saññā und vedanā in der neunten aufhören (Name saññāvedayitanirodha) WISSEN — kommentariell (Theravāda) Jhāna-Faktoren-Analyse, fünffaches Abhidhamma-Schema; saññā/vedanā als universelle Cetasikas (Abhidhammattha-saṅgaha I–II) Objekt der achten Stufe = das Nichts-citta; saññā als funktionsunfähige Spur (ÖlSchalen-Gleichnis, Visuddhimagga X) Nirodha-samāpatti: Zugangsbedingungen, Ablauf, sieben Tage, phala beim Austritt (Visuddhimagga XXIII) Phala-samāpatti über die Einsicht, khaṇika-samādhi, sukkha-vipassaka / samathayānika; Klassifikation der lokuttara-cittas nach Jhāna-Ebene (Visuddhimagga XXIII; Abhidhammattha-saṅgaha I, IX) RATEN / zu prüfen Die genaue Anzahl der mit einem formlosen citta verbundenen Cetasikas (Zählweise der CMA-Ausgabe) Die genaue Zahl der anuloma-Momente und Pali-Details je Edition Ob das Durchlaufen der Aufhebung als „Berühren des Todlosen mit dem Körper" gilt, ist interpretativ; die Erreichung selbst bleibt bedingt und ist nicht nibbāna Die Zuordnung des erlebten „grenzenlosen Gewahrseins" zu viññāṇañcāyatana bzw. des „Leerheits-Zustands" zu ākiñcaññāyatana ist eine erfahrungsnahe Analyse, nur mit Lehrer sicher einzuordnen

Glossar anupubbavihāra — die aufeinanderfolgenden Verweilungen (die neun) arūpa-jhāna — formlose Vertiefung (Stufen 5–8) ākāsānañcāyatana — Sphäre des unendlichen Raums (5.) ākiñcaññāyatana — Sphäre des Nichts (7.) anuloma — Anpassungsmomente vor Frucht/Aufhebung (bedingtes Objekt) bhavaṅga — Lebenskontinuum; passiver Bewusstseinsstrom ekaggatā — Einspitzigkeit, Sammlung (Jhāna-Faktor) jhāna — meditative Vertiefung khaṇika-samādhi — Augenblickssammlung (trägt die Vipassanā) lokiya / lokuttara — weltlich / überweltlich nevasaññānāsaññāyatana — weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung (8.) nirodha-samāpatti — Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl (9.) paññā-vimutta — durch Weisheit befreit (ohne formlose Erreichungen) phala / phala-samāpatti — Frucht / Wieder-Betreten der Frucht pīti / sukha — Verzückung / Glück (Jhāna-Faktoren) rūpa-jhāna — feinstoffliche Vertiefung (Stufen 1–4) saññāvedayitanirodha — Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl sukkha-vipassaka — „Trocken-Einsichts"-Übender (ohne Jhāna) upekkhā — Gleichmut / neutrales Gefühl viññāṇañcāyatana — Sphäre des unendlichen Bewusstseins (6.) vitakka / vicāra — Hinlenken / Verweilen am Objekt (Jhāna-Faktoren)

Pāli-Begriffe auf Deutsch

Die 72 Fachbegriffe dieses Textes, alphabetisch — verlinkte Begriffe führen zur ausführlichen Begriffsseite.

abhidhamma
Höhere Lehre — Die systematische Analyse von Geist und Materie im dritten Korb des Kanons.
abhidhammattha-saṅgaha
Zusammenfassung der Abhidhamma-Inhalte — Kompendium des Anuruddha (ca. 11. Jh.), das Standard-Lehrbuch des Abhidhamma.
ākāsānañcāyatana
Sphäre des unendlichen Raums — Die erste der vier formlosen Erreichungen.
ākiñcaññāyatana
Sphäre der Nichtsheit — Die dritte der vier formlosen Erreichungen.
anāgāmī
Nichtwiederkehrer — Dritte Heilsstufe: Sinnesbegierde und Übelwollen sind endgültig aufgehoben.
anattā
Nicht-Selbst — ohne beständigen, beherrschbaren Kern.
anicca
Vergänglichkeit — Entstehen und Vergehen.
anuloma
Anpassungsmomente — vor Frucht/Aufhebung (bedingtes Objekt).
anupubbavihāra
aufeinanderfolgende Verweilungen — Die aufeinanderfolgenden Verweilungen (die neun).
arahant
Vollendeter — Vierte und letzte Heilsstufe; alle Fesseln sind gelöst.
ariya
edel; Edler — Wer mindestens den Stromeintritt verwirklicht hat.
ariyapariyesanā
edle Suche — MN 26 — die Suche nach dem Ungeborenen statt nach dem Vergänglichen.
arūpa
unstofflich — Ohne Form; die vier formlosen Erreichungen jenseits der Jhānas.
arūpa-jhāna
formlose Vertiefung — (Stufen 5–8).
arūpāvacara
unstoffliche Sphäre — Die Bewusstseinsklasse der vier formlosen Erreichungen.
bhavaṅga
Lebenskontinuum — helles, aber bedingtes Resultatsbewusstsein.
bhikkhu
Mönch
cetanā
Absicht, Willensbildung — Das absichtsvolle Moment in jeder Erfahrung. „Absicht nenne ich Handlung", sagt der Buddha — cetanā verbindet die Erfahrungsanalyse mit der Ethik.
cetasika
Geistesfaktor — Die 52 Faktoren, die ein Bewusstsein begleiten und färben.
citta
Bewusstsein(smoment) — Bewusstsein; einzelner Bewusstseinsmoment.
dukkha
Leidhaftigkeit — Dass nichts Erfahrbares wirklich trägt — von körperlichem Schmerz über Unzulänglichkeit und Belastung bis zu der Unruhe, die auch im Angenehmen bleibt.
ekaggatā
Einspitzigkeit — Sammlung (Jhāna-Faktor).
gotrabhū
Linienwechsel — erstes Citta mit Nibbāna als Objekt.
jhāna
Vertiefung — Ein Zustand gesammelter, in sich ruhender Aufmerksamkeit; der Kanon beschreibt vier solcher Stufen und nennt für jede die Faktoren, die sie tragen.
jhānaṅga
Vertiefungsglied — Die Faktoren, die eine Vertiefung tragen — von Hinlenken bis Einspitzigkeit.
jīvitindriya
Lebensfähigkeit — Der Faktor, der die mitentstandenen Zustände am Leben hält.
kālāma-sutta
Lehrrede an die Kālāmer — AN 3.65 — selbst prüfen statt auf Autorität bauen.
kammaṭṭhāna
Übungsobjekt — Wörtlich «Arbeitsplatz» — das gewählte Meditationsobjekt.
khaṇika-samādhi
Augenblickssammlung — (trägt die Vipassanā).
lokiya / lokuttara
weltlich / überweltlich
magga
Pfad — (überweltlich); der Moment, der die Fesseln durchschneidet.
manasikāra
Aufmerksamkeit — Der Faktor, der den Geist auf ein Objekt richtet — noch vor jeder Bewertung.
ñāṇa
Wissen, Erkenntnis
nevasaññānāsaññāyatana
Sphäre weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung — Die vierte und feinste der formlosen Erreichungen.
nibbāna
Verlöschen — Das Erlöschen von Gier, Hass und Verblendung — das Unbedingte, nicht ein Ort und kein Zustand des Geistes.
nirodha
Erlöschen — Aufhören (3. Edle Wahrheit; auch der 15. Atemschritt).
nirodha-samāpatti
Aufhebungserreichung — Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl (9.).
pāli
Kanonsprache des Theravāda — Wörtlich «Text, Linie» — die Sprache des südlichen Kanons.
paññā
Weisheit — befreiende Einsicht in die drei Merkmale.
paññā-vimutta
weisheitsbefreit — Durch Weisheit befreit (ohne formlose Erreichungen).
phala
Frucht — (überweltlich); das Schmecken der Befreiung nach dem Pfadmoment.
phala-samāpatti
Fruchterreichung — Das willentliche Wiedereintreten in die Frucht — Nibbāna als Objekt, ohne neuen Pfad.
phassa
Kontakt — Das Zusammentreffen von Sinnesorgan, Objekt und Bewusstsein. Mit Kontakt beginnt jede Erfahrung — und mit ihm das, was vollständig verstanden werden muss.
pīti
Verzückung — (Jhāna-Faktor).
rūpa
Form, Körperlichkeit — Das erste Aggregat: körperlich-materielle Form, die vier Großelemente und ihre Ableitungen.
rūpa-jhāna
feinstoffliche Vertiefung — (Stufen 1–4).
sabbacittasādhāraṇa
allen Bewusstseinsmomenten gemeinsam — Die sieben Faktoren, die in jedem Bewusstsein vorkommen.
saddhā
Vertrauen — Zuversicht aus Erfahrung, nicht Glaube ohne Prüfung.
samādhi
Sammlung — Einspitzige Sammlung des Geistes.
samāpatti
Erreichung — Das Eintreten in eine Vertiefung oder in die Aufhebung.
samatha
Ruhe — Der sammelnde Übungsstrang neben der Einsicht.
samatha-vipassanā
Ruhe und Einsicht — Die zwei Seiten der Geistesschulung: Beruhigen und Sammeln (samatha) und klares Sehen (vipassanā). DN 34 nennt beide als die zwei Dinge, die entwickelt werden müssen — keine getrennten Techniken, sondern zusammengehörige Qualitäten.
samatha-yānika
Ruhe-Fahrzeug-Übender — Wer über die Vertiefungen zur Einsicht kommt.
saṅgha
Gemeinschaft
saṅkhārupekkhā
Gleichmut ggü. Formationen — Gleichmut gegenüber den Formationen (Einsichtsstufe, Schwelle).
saññā
Wahrnehmung — Das dritte Aggregat: das Erkennen und Wiedererkennen von Merkmalen.
saññāvedayitanirodha
Aufhebung von Wahrnehmung u. Gefühl — Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl.
sati
Achtsamkeit — Den Geist bei dem halten, was gerade geschieht, ohne sich darin zu verlieren — die Grundlage aller vier Satipaṭṭhāna.
satimā
achtsam — Aus der Standardformel «eifrig, klar bewusst, achtsam».
satipaṭṭhāna
Grundlagen der Achtsamkeit — Grundlage(n) der Achtsamkeit (Körper, Gefühl, Geist, Phänomene).
sukha
Glück — (Jhāna-Faktor).
sukkha-vipassaka
Trocken-Einsichts-Übender — Trocken-Einsichts"-Übender (ohne Jhāna).
susīma-sutta
Lehrrede an Susīma — SN 12.70 — die Stelle zur Befreiung ohne die formlosen Erreichungen.
sutta
Lehrrede
theravāda
Lehre der Ordensälteren — Die südliche Schule mit dem Pāli-Kanon als Grundlage.
udayabbaya
Entstehen und Vergehen — Das unmittelbare Sehen, wie Erfahrungen aufsteigen und sich auflösen — der Anfang der eigentlichen Einsicht in die Unbeständigkeit.
upekkhā
Gleichmut — / neutrales Gefühl.
vedanā
Gefühl — Das zweite Aggregat: der Gefühlston jeder Erfahrung — angenehm, unangenehm, neutral.
vicāra
Verweilen — Das Beim-Objekt-Bleiben nach dem Hinlenken.
viññāṇañcāyatana
Sphäre des unendl. Bewusstseins — Sphäre des unendlichen Bewusstseins (formlose Versenkung).
visuddhimagga
Weg der Reinheit — Buddhaghosas Handbuch (5. Jh.), Standardwerk der Theravāda-Praxis.
vitakka
Hinlenken — Das Aufsetzen des Geistes auf das Objekt.
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